Türen verriegeln durch Stromausfall

Nachrichten des Tages von Koksa-Bordies zusammengetragen
  • Beitrag 17. Nov 2017 20:03

Re: Türen verriegeln durch Stromausfall

Christian hat geschrieben:[...]öffentliches Gebäude [...] Mir absolut unverständlich warum die Türen keine Fluchtweg-Schlösser haben.


Solche Fragen stelle ich mir nicht mehr zu oft.
Lieber die Katze auf dem Arm als den Tiger im Tank.
worgan
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  • Beitrag 17. Nov 2017 21:08

Re: Türen verriegeln durch Stromausfall

rondeLoro hat geschrieben:Das sehe ich auch mit einiger Sorge. Im Prinzip geht ja ohne Strom heutzutage gar nichts mehr...
Nicht nur im Prinzip. Das ist faktisch für einen Großteil der Bevölkerung so. Und ja, man sollte diese Abhängigkeit sehr sorgenvoll beachten. Leider sind - ebenso für einen Großteil der Bevölkerung - die Möglichkeiten, sich unabhängiger zu machen, faktisch nicht vorhanden.
naturelle
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  • Beitrag 17. Nov 2017 21:39

Re: Türen verriegeln durch Stromausfall

naturelle hat geschrieben:Leider sind - ebenso für einen Großteil der Bevölkerung - die Möglichkeiten, sich unabhängiger zu machen, faktisch nicht vorhanden.

Zumindest nicht hierzulande, ich denke in den Weiten Kanadas ginge das schon eher.
Eine Schwalbe macht noch keinen Cristiano Ronaldo!
fripa10
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  • Beitrag 17. Nov 2017 21:44

Re: Türen verriegeln durch Stromausfall

naturelle hat geschrieben:Leider sind - ebenso für einen Großteil der Bevölkerung - die Möglichkeiten, sich unabhängiger zu machen, faktisch nicht vorhanden.

Das ist doch jedem selbst überlassen - (begrenzte) Möglichkeiten gibt es schon, aber in Mitten eines Chaos, als Einer der Wenigen, autark zu sein, dürfte man, von den verzweifelten Massen, hoffnungslos überrollt werden . . .
boianka
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  • Beitrag 17. Nov 2017 22:02

Re: Türen verriegeln durch Stromausfall

worgan hat geschrieben:
Christian hat geschrieben:[...]öffentliches Gebäude [...] Mir absolut unverständlich warum die Türen keine Fluchtweg-Schlösser haben.


Solche Fragen stelle ich mir nicht mehr zu oft.

Wie schon erwähnt glaube ich das irgendwie nicht, ich vermute dass der Rehporter etwas falsch verstanden hat.
HABBY NEW YEAR> 2 O I 8
Christian
Fischfleisch
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  • Beitrag 17. Nov 2017 23:33

Re: Türen verriegeln durch Stromausfall

boianka hat geschrieben:Das ist doch jedem selbst überlassen - (begrenzte) Möglichkeiten gibt es schon,
Nö. Was in meinem posting oben fehlt ist "[...]Bevölkerung in den Städten", das wollte ich eigentlich schreiben. In einer Mietwohnung kann man nicht mal eben einen Moppel und Sprit dafür für zwei Wochen einlagern. Nutzt einem auch nix, weil der Gasversorger ebenso vom Strom abhängig ist. Der Wasserversorger auch, es fehlt schlichtweg der Druck auf den Leitungen. Wenn der Strom großflächig und länger als z.B. 24h ausfällt, haben wir ganz schön die A-Karte. Dann is' nix mit Einkaufen (Kassen laufen mit Strom, Warensysteme ebenso), Tankstellen (ich glaube kaum, daß Du mit dem Mund ansaugen willst...), Gas, Wasser, (Wärme, Kühlung), Telefon uswusf..
Die richtige A-Karte haben dann von Medizinprodukten abhängige Menschen wie z.B. Dialyse- oder Intensiv-Patienten. Da kann ein mehrtägiger großflächiger Stromausfall gleichbedeutend mit "Lebenslicht aus" werden, denn auch die Transportfrage ist ohne elektrische Energie nicht trivial lösbar.

Hinzu kommt die Gefahr für das eigene Leib und Leben, die Du durchaus berechtigt angeführt hast, wenn man doch zu den wenigen Autarken gehören sollte.

Es ist also nichts "jedem selbst überlassen" - man ist bis auf wenige, im Verhältnis eher exotische Ausnahmen wie z.B. Bauernhöfe, schlichtweg nicht mehr in der Lage, die Strom-Abhängigkeit sinnvoll zu umschiffen.
Zuletzt geändert von naturelle am 18. Nov 2017 08:00, insgesamt 1-mal geändert.
naturelle
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  • Beitrag 18. Nov 2017 05:15

Re: Türen verriegeln durch Stromausfall

Auch in einer Mietwohnung kann man ein wenig Vorsorge treffen .
Wasserreserven, Konserven, Katalytofen, Gasherd und -flaschen, aber wer`s braucht kann auch nen Stromerzeuger horten . . .
boianka
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  • Beitrag 18. Nov 2017 07:58

Re: Türen verriegeln durch Stromausfall

Lebst Du in einem Wolkenkuckucksheim? Das könnte man, da stimme ich Dir zu, es ist aber vollkommen realitätsfern. Wer hat denn den Platz, um diese Dinge in ausreichender Menge vorzuhalten? Dann müßte z.B. der Wasservorrat auch regelmäßig kreislaufmäßig verbraucht werden, damit es im Fall der Fälle nicht abgestanden oder gar ungenießbar ist. Ich jedenfalls trinke im Normalfall zu Hause(!) gar nicht so viel, als das ich das leisten könnte. Stell' dir einfach die Menge vor, die Du schon bräuchtest, um den morgendlichen Haufen wegzuspülen. Willst Du die Badewanne voll Wasser lagern und im Hallenbad duschen!? Hinzu kommt, das ganz viele Haushalte überhaupt keine Badewanne mehr haben. Und in bodengleichen, barrierefreien Duschen kann man auch nicht gerade viel Wasser zwischenlagern. Wenn Du also in einem Mehrfamilenhaus wohnst, kannst Du noch einige wenige Male die Toilette spülen (1x mit Spülkasten, noch ein oder zwei Mal mit Wasser, welches man noch da hat), danach wäre sowieso Sense, weil sich die Hinterlassenschaften mangels mehr Wasser (was man sonst so verbraucht) irgendwann stauen.
Und bei der Vorstellung, das alle Nachbarn hier Katalytöfen und (mehrere) Gasflaschen horten, bekäme ich eher Angst vor dem täglichen Leben als vor einem Stromausfall ob der zu erwartenden Brandlast in einem normalen Mietshaus!

Versteh' mich nicht falsch, ich bin da eigentlich bei Dir: man könnte sich so behelfen. Nur macht es aus rein praktischen Erwägungen eben kaum jemand:
- zu kleine Wohnung
- entspricht nicht dem Geschmack (auch Konserven müssen irgendwann mal reihum getauscht werden, sprich alte durch neue ersetzt werden - und wer will schon mehrmals im Jahr Dosen-Ravioli essen...)
- keine Ahnung vom Umgang (ich kann mir gut vorstellen, wie viel Tote es danach gäbe, weil sie mit Katalytofen alle schön die Fenster geschlossen halten, weil es ja sonst noch kälter wird)
- Gefahr im Alltag (stell Dir mal vor, jeder Haushalt hortet mehrere 11kg-Flaschen...)
naturelle
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  • Beitrag 18. Nov 2017 14:16

Re: Türen verriegeln durch Stromausfall

Du stellst ja ne Komfortkatastrophe dar !
Toilettenspülung ? - (Kalt) duschen ? - Im Katastrophenfall fällt so etwas ganz aus ! - Gekackt wird in nen Eimer und der wird draussen in den Kanal entleert . - Mögliches Trinkasser dient ausschließlich dem Verzehr ! - Brauchwasser liefert das Regenfallrohr (umgeleitet in Badewannen, Duschtassen, andere Behältnisse, so lange es etwas gibt und nicht kontaminiert ist, ansonsten ist De recht wasserreich und irgendwo im Umfeld gibt es immer, Quellen, Bäche, Seen, oder dergleichen, aus denen die Männer Wasser entnehmen und auf ihren Köpfen nach Hause tragen können . . . :yes:

Ich bin ja nun gar nicht vorbereitet
, aber so gut ca. 60 L Trinkwasser (4-Kopf-10-Tage-Bedarf) ist immer vorhanden, neben den üblichen Erfrischungsgetränken und Säften (gut 20 L) die alkoholischen Getränke (Bier, Wein, Sekt, Anderes) gar nicht mitgezählt . . .
Aussenlager.jpg
Küchenhandlager.jpg


Haltbare Fressalien (ausserhalb des Kühlschranks) dürften für ca. einen Monat reichen, Zweiflamiger Campingherd, 1 Katalytofen, 2 Strahler, ein paar Gasflaschen, 1 Kaminofen, 1 kleiner Kohleofen und ein gut 30 Jahre alter (keine Elektronik) Bosch-Stromerzeuger (der das letzte Mal vor der Jahrtausendwende getestet wurde) stehen für Notfälle bereit .
boianka
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  • Beitrag 18. Nov 2017 15:01

Re: Türen verriegeln durch Stromausfall

Klingt alles toll. Dazu habe ich ein paar Fragen.

1.) Wie leiten Mieter in Mehrfamilienhäusern Regenwasser von Regenfallrohr in ihre Wohnungen um?

2.) Was macht man, wenn es - wie in nicht wenigen Regionen Deutschlands nicht unüblich - wochenlang keinen Tropfen Regen gibt, oder es Winter ist?

3.) Abwasserkanäle pflegen unter Fahrbahnen der Straßen verlegt zu sein, hältst Du es für praktikabel, dort den Deckel zu öffnen um Deinen Eimer auszukippen? Mal ganz abgesehen davon, daß ohne Wasser der Dreck dann überhaupt nirgendwo hin kann und nur das System zubetoniert.

4.) Dir ist bekannt, daß es verboten ist Gasflaschen (Propan) im Keller zu lagern? Mieter müßten demnach in ihre meist ohnehin beengten Wohnungen Gasflaschen stellen, für den hoffentlich nie eintretenden Fall, daß sie die in einem Kriege mal brauchen könnten. Wer macht das?

5.) Wo bekommt man denn heute noch Katalyt?

Als ich als Jugendlicher noch meine Kaninchenzucht hatte, heizte ich in besonders kalten Wintern den kleinen Kaninchenstall mit Katalytöfen, damit den Zibben ihre Kleinen im Nest nicht erfrieren. Von daher kenne ich Katalytöfen noch gut, auch vor winterlichen Fahrten mit dem schlecht heizenden Trabant wurde vorher so ein Öfchen vor die Rückbank gestellt.

Mir sind beträchliche Probleme in der Erinnerung haften geblieben, diese Öfen in Gang zu bekommen und eine volle Betankung reichte nicht mal über eine volle Nacht. Die Heizleistung war sehr bescheiden und nicht ansatzweise damit vergleichbar, einen Kohleofen in der Wohnung anfeuern zu können.

Zu beachten sich auch die Brandschutzvorschriften zur Lagerung brennbarer Flüssigkeiten in Kellern oder gar Wohnräumen, so daß Mieter das praktisch überhaupt nicht dürfen.


Wenn man ehrlich ist, wird der nächste Krieg in D, egal mit welchen Waffen er geführt würde, der verlustreichste aller Kriege sein. Das ist dem sogenannten Fortschritt ebenso geschuldet, wie der sträflichen Unterlassung jeglicher staatlicher Vorsorgemaßnahmen für Kriegs- und Katastrophenfälle.

In der DDR wurden überall spezielle Tiefbrunnen gebohrt, um im Kriegsfalle Trinkwasser für die Bevölkerung zu haben, diese wurden nach 1990 sämtlich stillgelegt und dem Verfall überlassen. Sirenen die die Bevölkerung vor Gefahren warnen können, sind nahezu überall verschwunden. Von Schutzräumen reden wir erst gar nicht, selbst einst teuer errichtete Anlagen für die Regierigen wurden nicht nur nicht weiterbetrieben, nein, man mußte sie veräußern oder zurückbauen, so daß man sie unter keinen Umständen reaktivieren kann.

Deutsche Politiker warnen vor einem kriegslüsternen Rußland, unternehmen aber rein gar nichts, um unser Land vor den daraus resultierenden Gefahren wenigstens einigermaßen zu schützen. Das fängt mit der abgerüsteten und kaputtgesparten lächerlichen Bundeswehr an und findet im Zivilschutz seinen Gipfel. Entweder lügen unsere Politiker, wenn es um die von Rußland ausgehenden Gefahren geht, oder sie sind verantwortungslose Verbrecher.

Ich persönlich bin froh daß es Putin gibt, denn alle Alternativen wären weitaus gefährlicher. Gerade D hätte mit ihm gut auskommen können, wenn hier nicht diese Irre an der Macht wäre.
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fripa10
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