So gut war es in der Zone

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Mister Q
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So gut war es in der Zone

Beitrag von Mister Q »

Das Verwandte von mir abgehauen sind und Gesundheit, Freiheit und Leben aufs Spiel gesetzt haben.
Der Bayrische Rundfunk hat die Geschichte verfilmt.
https://www.kurier.de/inhalt.mit-dem-hu ... 36d44.html
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fripa10
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Re: So gut war es in der Zone

Beitrag von fripa10 »

Die DDR war jedem nicht zuträglich, der sich gegen sie stellte oder sie zumindest öffentlich in Frage stellte. Meine Verfolgung hatte ja auch einen (aus meiner Sicht) eher lächerlichen Grund, der aber aus der Sicht der Diktatur geeignet war, ihre Struktur zu gefährden. Es war an Zynismus kaum zu überbieten, daß ich die Wiedervereinigung als körperlicher Krüppel erlebt habe, die Täter von damals aber teils Jahrzehnte über die Wiedervereinigung hinaus bis zur Erreichung ihres regulären Rentenalters weiter leitende Funktionen im öffentlichen Dienst bekleiden konnten. Angeschwärzt hatte mich mein Klassenleiter, der wenig später zum "Stellvertretenden Direktor für außerunterrichtliche Tätigkeit (kurz AT)" aufstieg und das bis 1990 blieb. Nach dem 3. Oktober 1990 war er an der selben Schule dann bis zu seiner Pensionierung ca. 25 Jahre später stellvertretender Schulleiter, Beschwerden an die damalige Landesbildungsministerin Peter (SPD) mit Vorlage von Unterlagen der Gauckbehörde blieben ohne Erfolg. Ihre skurrile Begründung: Es bestehe ja keine Wiederholungsgefahr.

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Retak
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Re: So gut war es in der Zone

Beitrag von Retak »

Das war, Jahrzehnte zuvor, mit den Nazis ja ganz ähnlich, da blieben auch diverse, trotz ihrer Verbrechen oder zumindest der Beihilfe dazu, im öffentlichen Dienst in Amt und Würden. Da wurde dann mitunter auch gesagt, sie hätten "ihre Fehler eingesehen", wären "nur Mitläufer" gewesen und ausserdem seinen "ihre Fachkenntnisse für den Wiederaufbau der öffentlichen Verwaltung in der Bundesrepublik unverzichtbar"...usw, usw, blablabla.

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Re: So gut war es in der Zone

Beitrag von fripa10 »

Nicht nur in der Bundesrepublik. Wehrmachtsgeneral Paulus lebte in der DDR auf Kosten der selbigen und die Stasi hielt ihre schützende Hand über ihn und versorgte ihn sogar mit einer Villa, während man Andere weit weniger Verantwortliche als Kriegsverbrecher hart bestraft hat. In der BRD waren es Leute wie General Gehlen oder der zum Generalinspekteur der BW avancierte Wehrmachts-Generalleutnant Heusinger, auf die man nicht verzichten wollte. Aber meinen ehemaligen Klassenleiter hätte man ohne weiteres entbehren können.

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Christian
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Re: So gut war es in der Zone

Beitrag von Christian »

Einerseits, was will man machen. Als die DDR und die BRD geboren sind, war es ja das Gebiet wo halt "Naatzsi-Deutschland" war. Und da ja größteils alle Deutschen das Spielchen mit gemacht haben, blieb es ja nichts anderes als die Ämter wieder mit den gleichen Leuten zu besetzen. So hat ja selbst die Kirche sich dem NS-Regime angebiedert ... usw.

Und heut tut man so als hätte Adolf das allein gemacht ... ein paar "Bauernopfer" mussten her, und alles ist in bester Ordung.
Es gibt nur eine legitime Einstellung

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