Nello One öffnet Fremden ungefragt die Tür

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Manfred
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Re: Nello One öffnet Fremden ungefragt die Tür

Beitrag von Manfred »

Das Fripa Schloss gab es in den 60/70 er Jahren,
danach gab es als Kastenschloss das Fana mit 5 Pins.
In den 80 er habe ich sogar einen Profilzylinder mit 6 Pins aus DDR Produktion gekauft.
Wer sich gedreht hat, hatte Profilzylinder aus Polen oder CZ.
Die BAB aus Druckguss mit Stahlschlüssel hielt leider nicht so lange.
FAB oder Guard aus CZ verrichten auch noch nach 40 Jahren zuverlässig ihre Dienste.

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Christian
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Re: Nello One öffnet Fremden ungefragt die Tür

Beitrag von Christian »

fripa10 hat geschrieben: .... Wer sagt Dir, daß es sich um einen KonstruktionsFEHLER gehandelt hat? ...
ich glaub das hatten wir schon an anderer Stelle diskutiert,
An Honeckers Stelle hätte ich einfach per Gesetzt einen Hauptschlüssel einbauen lassen ...
löl
Vielleicht hat man sich das bei Nello und Co auch so gedacht ?
Es gibt nur eine legitime Einstellung

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Re: Nello One öffnet Fremden ungefragt die Tür

Beitrag von Retak »

Tja, bei den E-Schlössern kann man das nie wissen. Es kann ja niemand nachschauen.

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mhmh
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Re: Nello One öffnet Fremden ungefragt die Tür

Beitrag von mhmh »

Retak hat geschrieben:Es kann ja niemand nachschauen.
Na ja, stimmt nicht ganz, manchmal schauen ja Leute nach.
Es ist aufwändiger als bei Mechanik und braucht auch noch weitere Fähigkeiten - aber macht auch viel Spaß und irgendwie ist es für mich das Lockpicking der Zukunft.
Also ich finde es überlegenswert, sich diese Fähigkeiten zuzulegen und sowas mal zu machen.

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Re: Nello One öffnet Fremden ungefragt die Tür

Beitrag von fripa10 »

Manfred hat geschrieben:Das Fripa Schloss gab es in den 60/70 er Jahren
Das gab es bis zum Untergang der DDR, unter dem nicht einer gewissen Ironie entbehrenden Namen "Garant".
Manfred hat geschrieben:danach gab es als Kastenschloss das Fana mit 5 Pins
Nicht "danach, sondern daneben. Von der Stabilität her waren diese polnischen Dinger aber auch nicht besser. Da kann ich eine kleine Geschichte erzählen:

In einer DDR-Kleinstadt gab es einen Markt mit ortsfesten Verkaufshütten. Diese Hütten standen in einem Abstand von etwa drei Metern, dazwischen gab es jeweils eine Bretterwand mit einer Tür, durch die man auf einen kleinen "Hof" hinter der Hütte kam, wo die Verkäufer unter anderem leere Kartons usw. zwischenlagerten. In die Hütten kam man nur, indem man über den Hof ging, weil die Türen der Hütten in der Hüttenrückwand angeordnet waren. Vorn war nur ein Fenster, also eine Art Kiosk.

Böse Buben trieben an den Wochenenden gern Schabernack bei diesen Hütten, dabei bemerkten sie, daß eine der Türen zu einem Hof nicht abgeschlossen war. Ausgerüstet war diese Tür mit einem dieser polnischen FANA Kastenriegelschlösser, wobei die Tür nach außen, zum Marktplatz hin, öffnete. Einer der bösen Buben schraubte das Kastenschloß auf und entfernte das Teil mit dem Nocken, über das der Außenzylinder die Tour betätigen konnte. Der Schlüssel ließ sich somit endlos drehen, ohne das Schloß zu öffnen. Sodann wurde das Kastenschloß wieder angebracht und über den Knauf von der Hofseite aus ordnungsgemäß verschlossen. Die bösen Buben stiegen sodann über die Bretterwand und verschwanden.

Am nächsten Markttag wollte die sehr stabil gebaute Dame (die in dieser Imbißbude bediente) die Tür mittels Schlüssels öffnen, was ihr aber mißlang. Beherzt griff sie den Türdrücker und zog an der Tür, denn das verdammte Ding mußte doch aufgehen! Die Tür öffnete, der Blechboden des FANA-Schlosses war einfach im Bereich der ersten beiden Halteschrauben abgeknickt und das Schloß zur Bandseite der Tür verschoben, wodurch der Riegel die Tür nicht mehr versperrte.

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Re: Nello One öffnet Fremden ungefragt die Tür

Beitrag von Retak »

Ja, der Kasten war nur mit 2 ich glaube M4 Schrauben an 2 winzigen Laschen des Blechunterbaus befestigt. Die Befestigung des Schliessblechs war gnauso realisiert. Das konnte (sollte?) nicht stabil sein.
In der DDR gab ja diese schwarzen Drücker aus Bakelit, die waren in solchen Fällen wohl vorteilhaft, da man da nicht "zu doll" dran ziehen konnte, dann brachen die nämlich ab.

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Re: Nello One öffnet Fremden ungefragt die Tür

Beitrag von fripa10 »

Es waren keine der Schrauben ausgerissen, sondern der Boden des Kastenriegelschlosses war zu instabil, so daß er an der Stelle abknicken konnte, an der er durch die beiden Holzschrauben an der Tür befestigt war. So hob sich riegelseitig der Schloßkasten etwa 25 mm vom Türblatt ab und verschob sich zugleich zur Bandseite der Tür. Damit war die Verriegelung der Tür aufgehoben.

Bei dem auf der Türzarge zu befestigenden Gegenstück und nach innen öffnender Tür passierte dem Kastenriegelschloß bei Gewalteinwirkung weniger, dafür riß einfach der Blechkasten des Gegenstücks ab, genauer gesagt die beidem Schräubchen M4 rissen aus dem Blech. Diese Konstruktion war erstaunlich schlecht, insbesondere wenn man den Messingzylinder zum Vergleich nimmt, der für die damaligen Verhältnisse ja recht ordentlich war, schlesische Qualität sozusagen.

Es gab nicht nur Drücker aus Bakelit, sondern auch verschiedene aus Metall (Alu oder auch hammerschlaglackierter Druckguß) oder aus Plastik mit Metallkern.

Manfred
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Re: Nello One öffnet Fremden ungefragt die Tür

Beitrag von Manfred »

Wenn Fripa schreibt, das Fripa gab es bis zuletzt , mag es an den Verteilen der Ware gelegen haben,

ich sollte in den 80ern sowas bei meinen Eltern in der Garage einbauen und die haben das gesucht.
Bekommen hatte ich dann das Fana von ihnen und eingebaut.
Das hält immer noch, wobei keiner einen Gewaltversuch gestartet hat.

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Re: Nello One öffnet Fremden ungefragt die Tür

Beitrag von fripa10 »

Die Verteilung war in der DDR tatsächlich regional äußerst verschieden. Im Raum Frankfurt (Oder) gab es die Einbausicherungen der Marke "PUNKT" überhaupt nicht, oben an der Ostsee lagen sie zu Hauf in den Regalen. Profilzylinder von Pfaffenhain gab es bei uns auch nie, die von BAB hingegen waren so ab etwa 1980 eigentlich immer zu haben.

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Re: Nello One öffnet Fremden ungefragt die Tür

Beitrag von Piel »

Das "smarte" Zugangssystem eMerge E3 von Nortek Security & Control hat im Moment auch mit Problemen zu kämpfen:
Heise.de hat geschrieben:Sicherheitsforscher beobachten weltweite Attacken gegen das Zugangssystem eMerge E3 von Nortek Security & Control......Wie aus einem Bericht der Sicherheitsfirma Applied Risk hervorgeht, sind diese und weitere Lücken bereits seit Mai 2019 bekannt......In einer aktuellen Meldung warnt Sonicwall nun vor weltweit stattfindenden Angriffen......Den Informationen zufolge gibt es noch keine Sicherheitspatches. Die ausgenutzte Lücke ist mit der höchstmöglichen Gefahreneinstufung (CVSS V3 10/10) versehen.
Anders als Nello One kommt dieses System eher in Firmen bzw. in gewerblichen Umgebungen zum Einsatz:
eMerge E3 Series hat geschrieben:These full-featured, self-contained hardware/software access systems are perfect for commercial, industrial, banking, medical, retail, hospitality, and other businesses where users need to secure their facilities, manage access of personnel, create and analyze reports, and monitor the system from any web browser.
Schöne neue Welt. ;)

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