Dateien auf SSD

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Moderator: worgan

  • Beitrag 21. Sep 2018 15:04

Re: Dateien auf SSD

Hallo Zusammen,

ich bin ja Neu hier, habe aber ab Sinclair ZX-81 und Commodore VC-20 so ziemlich Alles durchlebt, was es an Heimcomputern gibt. Ich habe drei SSDs im Rechner, von denen ich via UEFI BIOS Linux und Windows starten kann und eine SSD für temporäre schnelle Aktionen, wie inGame Videos oder Videoschnitt. Bootmanager mag ich nicht. Ich habe aber auch noch zwei HDDs, wovon eine als Backup dient und weder via Strom noch SATA angeschlossen ist und ein "externes" HDD, daß aber gar keine externe USB Platte ist, sondern ein Drive, daß ich schon vorübergehend einbaue in den Luftstrom des Gehäuses um wichtigste Daten zu sichern. Das Drive wird sobald ich die Daten gesichert habe ausgebaut und an komplett anderer Stelle gelagert. Mit USB Festplatten hatte ich noch nie Glück, die sterben wie die Fliegen wegen dem Delta Teta. Die werden ja 60 Grad heiss ohne Kühlung...

Bevor ich am Rechner und den Installationen was verändere, starte ich Clonezilla vom Stick und zieh komplette Backups von den Drives auf die 3TB Backup Platte im Rechner. Die stöpsel ich dafür an. Ich habe son Gehäuse, ein Fingerdruck und die rechte Seitenwand ist ab. Nach den Backups stöpsel ich alle Platten ab, bis auf die Platte und der schnellen Daten SSD für Downloads, an der ich größere Veränderungen vornehmen will. Bin ich mit den Ergebnissen zufrieden, speicher ich das Alles zusätzlich auf die interne normal nicht angestöpselte 3TB Backup Platte via Clonezilla. WIchtigste Daten kommen auf die Platte, die ich extra einbauen und wieder ausbauen muss.

Seit 2000 fahre ich mit dieser Strategie einwandfrei. Mir ist schonmal ein Rechner Sylvestermäßig nachts abgeraucht. Kein Ding. Neue Hardware gekauft und weiter gehts.
Highroller
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  • Beitrag 21. Sep 2018 15:55

Re: Dateien auf SSD

Eine kleine Anekdote zur Datensicherheit:

Mir gab jemand einen defekten Laptop, der zu teuer in der Reparatur würde zum basteln.
Außerdem seien alle Dateien unwiederbringlich verloren, weil aus Versehen gelöscht.
Eigentlich wollte ich nur das Display als Fotodiffuser haben, aber der Forscherdrang siegte.

Es ist einer der ersten Laptops, die schon das Sata Format als HDD
hatten.

Zunächst war die Platte tatsächlich komplett leer bis auf die
Dateien des OS und einer Datenpartition, die eben leer erschien.

Also einmal Recuva im Schnellverfahren drüber laufen
lassen und siehe da! Brisante Daten wie Fotos oder alte Mails
ließen sich rekonstruieren, aus denen Anschriften und anderes
ersichtlich sind. Und das mit einer Freeware!

Also ihm kontaktiert, wie er die Daten haben möchte und habe sie ihm
per USB Stick rüber gespielt.
Ich stelle damit ja nichts an, aber wer da die nötige (kriminelle) Energie
reinsteckt und wen man erst ein Profitool kauft, nicht auszudenken! Da
findet man sicher noch mehr.

Ich glaube das einzig sichere Verfahren ist das mehrfache Überschreiben mit
random 0 und 1 Werten.
Was ist schlimmer als ein angebissener Apfel mit einem Wurm drin? Ein angebissener Apfel mit einem halben Wurm drin! "Bastelstube"
Marinopick
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  • Beitrag 21. Sep 2018 16:33

Re: Dateien auf SSD

Profitool braucht keiner. Ich kenne Recuva nicht, ich nehme photorec. Grässliche Bedieneroberfläche, aber kann (im Gegensatz zu dem Namen) alles wiederherstellen, jede Endung, die man ihm eingibt.

Es machte Spaß, das Programm über alle gebraucht gekauften Speicherkarten (da gab's früher von Canon, Fuji, Olympus, Sony lauter verschiedene...) laufen zu lassen.

Wie oben von jemandem berichtet, spielt auch photorec alle komplett oder teilweise wiederhergestellten Dateien unter einem nichtssagenden Namen + aufsteigender Nummer in ein vorher ausgewähltes Verzeichnis. Anders geht es nicht. Der Name (zu dem übrigens auch das Ursprungs-Unterverzeichnis gehört - ein PC ist kein Eimer, wo was "drin" ist, sondern sortiert nur bequemerweise anhand der Namenskette, die durch Schrägstriche unterteilt ist) steht im Index bzw. nach versehentlichem Löschen nicht mehr.

Laut mehrfacher Artikel in "C'T" sind die siebenfachen Löschverfahren, Überschreiben mit Random usw. usf. unnötig. Ich knalle den Datenträger mit Nullen voll, bis kein Speicherplatz mehr übrig ist:
dd if=/dev/zero of=muelldatei bs=1MB

Wie ein sicheres Löschen auf journaling Dateisystemen (das sind heute alle) möglich ist, die noch an anderer Stelle aufzeichnen, was sie wohin geschrieben haben, weiss ich nicht. Welche von den zur Zeiten von magnetischen Festplatten entwickelten Löschmethoden überhaupt auf Festplatten oder Flash basierten Solid State Drives (SSD-Festpaltten und USB-Sticks) sicher anwendbar sind, weiß ich auch nicht (abgesehen davon, sie ohne Gehäuse in einen Tiefkühlbeutel einzusiegeln und eine Sekunde in die Mikrowelle zu legen). Wahrscheinlich gibt es keine sicheren Methoden, die auch gegenüber solidem forensischem Wissen etwas nützen. Ich habe aber bei einer kurzen Überprüfung für dieses Posting einen 13-seitigen Fachartikel gefunden *Bahnhof* . Wer ihn sich reinziehen will ... viel Spaß: https://www.usenix.org/legacy/events/fa ... rs/Wei.pdf
wwfrickler
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  • Beitrag 21. Sep 2018 17:39

Re: Dateien auf SSD

Joy vom Verfassungsschutz hat die Sauerlandattentäter überführt. Bei Zapfanlage plaudert der gerne mal seines Wissens. Er sagte, das ist nicht weit hergeholt, eine einfach mit Nullen überschriebene Festplatte wieder herzustellen. Wir haben die Labore dafür im Auftrag. Bei einem normalen Serienmörder oder Kinderschänder lohnt sich das nicht. Da muss mehr Gefahr bestehen. Bis zu 7 mal können wir die Daten aus der Tiefe holen.

Deswegen kann ich auch Maaßen verstehen. Ein noch nicht einmal in den * getreten Video soll den heiss machen, als Geheimdienst. Lächerlich. Da gibts Videos bei Rudi Cerne mit mehr Potential.

Der Geheimdienst hat übrigens offiziell die Bundespolizei vor Chemnitz Ausschreitungen gewarnt. Im Hambacher Forst ist jetzt jemand vom nicht vom TÜV abgenommenen Baumparcour in die Tiefe gestorben.


Deutschland macht sich lächerlich auf dem Weltmarkt :-( Da sagt die Hebebühnen Firma zu Recht, für son Scheiss sind unsere Hebebühnen nicht gemacht und der Name unserer Firma.


Testdisk ist meine Software für einfach formatierte Datenträger.
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  • Beitrag 21. Sep 2018 18:39

Re: Dateien auf SSD

Wirklich zu 100% unwiederherstellbar löschen kann man einen Datenträger nur, in dem man ihn physisch zerstört.
Gerade der Inhalt von herkömmlichen Festplatten kann, trotz Überschreibens, unter Laborbedingungen oftmas großteils wiederhergestellt werden. Durch Auswertung geringer Unterschiede in der Stärke der Magnetisierung kann festgestellt werden, ob da, wo jetzt beispielsweise eine Eins ist, vorher auch eine Eins oder aber eine Null war. War es vorher eine Null (die Magnetisierung wurde geändert), ist die Magnetisierung ganz geringfügig schwächer, als wenn vorher eine Eins da war (die Magnetisierung ist gleich geblieben).
Retak
Unverzichtbar, Unkündbar und Unverwundbar
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  • Beitrag 21. Sep 2018 18:47

Re: Dateien auf SSD

Ja, das sind ja keine Ferro Kassetten, auch nicht Chromdioxid, Metal Kassetten im Blaupunkt Heidelberg :-)

GetDriveGeometry(*cylinders, *tracks, *sectors){};

Der Parameter SettleDownTime beschreibt in msec die Zeit, der Schreib- und Lesekopf Zeit hat, sich nach einem Spurwechsel auszuschwingen, der kommt ins Schleudern. Nach SettleDownTime ist der Kopf auf Spur :-)

Immer die Eprombrenner -)


volatile & semidelakon


Nach Hornblower: Horatio Hornblower, das Buch: https://books.google.de/books?id=a5ZuAg ... en&f=false

Zwei Reihen Zähne.
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