Überlegungen zu selbstgebautem PC Gehäuse.

Wer sich eine neue Kiste zulegen möchte, bzw. seine "alte" aufrüsten möchte ist hier genau richtig. Aktuelle Hardware-Test`s und ein Team von Freaks die euch jede Frage zu aktueller Hardware beantworten können geben diesem Forum das gewisse "etwas".
  • Beitrag 9. Sep 2018 23:40

Überlegungen zu selbstgebautem PC Gehäuse.

So, da ich nun durch mehrere Umstände auf den Geschmack des Selberbauens gekommen
bin, habe ich mich mal hingesetzt und ein bisschen rum überlegt.

Und da fiel mir dieser Kasten ein, der im Keller einen großen Regalboden an Platz wegnimmt.
Schaltelemente vorne Tür.JPG


Bis jetzt sieht der nebenbei gekritzelte Entwurf noch so aus:
IMG_7893.JPG


Die Tür wird bis auf einen 60 mm breiten Rahmen ausgeknabbert und mit Plexi verschlossen.
Dazu kommt über das Plexi ein Rahmen aus Stahlblech, welcher dann irgendwie geschraubt oder genietet wird.

Und sämtliche Aussparungen für CD und Karten bekommen wenigstens noch einen extra Rahmen drum herumgenietet.

Ich überlege auch, noch Ziernähte zu nieten, damit es irgendwie flugzeugmäßig rüberkommt.

Dann noch im US Army Font irgendeine Fantasieabkürzung mit Nummern für das Ganze.

Wo ich mal Tipps bräuchte wäre, wie man Plexiglas rund geschnitten bekommt.
Und wo man Bleche in 1,5 mm Stärke als Privatperson zu fairen Preisen beziehen kann.
Wichtig wäre auch, ob man jedes DVD Laufwerk auch vertikal einbauen kann.

Kann da jemand helfen?

Das sollte es erst mal für den Moment sein.
Lockpicking hat was von Superheldentum. Alle freuen sich, wenn man hilft. Aber mit großer Macht geht auch große Verantwortung einher.

Ich muss los, die Platte putzen!"Bastelstube"
Marinopick
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  • Beitrag 10. Sep 2018 04:41

Re: Überlegungen zu selbstgebautem PC Gehäuse.

Marinopick hat geschrieben:Wo ich mal Tipps bräuchte wäre, wie man Plexiglas rund geschnitten bekommt.

Handlaubsäge .
boianka
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  • Beitrag 10. Sep 2018 08:02

Re: Überlegungen zu selbstgebautem PC Gehäuse.

Achte nur auf eine ausgeklügelte Luftführung. Einlässe, Luftstrom streicht an allem kritischen vorbei, und geht natürlich durch ein Netzteil mit 120-mm-Lüfter wieder raus. Beispielsweise darf der CPU-Lüfter nicht gegen diese Durchströmung arbeiten.
Ein Kumpel dachte, er würde seinem PC was Gutes tun, wenn er einfach das Gehäuseblech weglässt. Ist ihm abgeraucht, die Kaltluft wurde von seinem Micker-Netzteil (war wohl ein 8-cm-Lüfter drin) dann direkt von der Aussenluft angesaugt, anstatt am ganzen Mainboard entlangzuströmen.

Ein Kunde der Servicewerkstatt, in der ich mal gearbeitet hatte, kam mit seinem PC an, er sei kaputt. Klar, er war wohl eher Auto- statt Computerbastler und hatte das Gehäuseblech innen ringsum lückenlos mit Filz zur Geräuschdämmung beklebt. Er hätte besser einen großen, langsamlaufenden CPU-Lüfter gekauft oder wenigstens einen guten, der nicht nach ein paar Monaten anfängt zu klappern.

Die Festplatte hatte ich bei Selbstbau (seit letztem Jahr hab' ich aber einen fertigen "refurbished" Fujitsu-Siemens, an dem ich nichts geändert habe) per Einbautraverse 5.25 --> 3.5 Zoll, in einen offenen Einbauschacht für ein CD-Laufwerk o.ä. montiert. Sie ist auch nie über ca. 37 Grad gekommen, obwohl mein PC 24/7 läuft. (Heute, in dem so toll servicefreundlichen aufklappbaren Montagerahmen steckend, sieht das nicht berühmt aus:
root@MS-7252-SSD:~# hddtemp /dev/sda
/dev/sda: WDC WD5000AAKS-007AA0: 40°C)
Ein paar Grad machen bei Festplatten locker eine Halbierung der Lebensdauer aus, also wenn noch eine mechanische Festplatte vorgesehen ist, plane gut, wo Du sie plazierst.
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  • Beitrag 10. Sep 2018 08:38

Re: Überlegungen zu selbstgebautem PC Gehäuse.

wwfrickler hat geschrieben:Achte nur auf eine ausgeklügelte Luftführung. Einlässe, Luftstrom streicht an allem kritischen vorbei, und geht natürlich durch ein Netzteil mit 120-mm-Lüfter wieder raus. Beispielsweise darf der CPU-Lüfter nicht gegen diese Durchströmung arbeiten.
Ein Kumpel dachte, er würde seinem PC was Gutes tun, wenn er einfach das Gehäuseblech weglässt. Ist ihm abgeraucht, die Kaltluft wurde von seinem Micker-Netzteil (war wohl ein 8-cm-Lüfter drin) dann direkt von der Aussenluft angesaugt, anstatt am ganzen Mainboard entlangzuströmen.

Ein Kunde der Servicewerkstatt, in der ich mal gearbeitet hatte, kam mit seinem PC an, er sei kaputt. Klar, er war wohl eher Auto- statt Computerbastler und hatte das Gehäuseblech innen ringsum lückenlos mit Filz zur Geräuschdämmung beklebt. Er hätte besser einen großen, langsamlaufenden CPU-Lüfter gekauft oder wenigstens einen guten, der nicht nach ein paar Monaten anfängt zu klappern.

Die Festplatte hatte ich bei Selbstbau (seit letztem Jahr hab' ich aber einen fertigen "refurbished" Fujitsu-Siemens, an dem ich nichts geändert habe) per Einbautraverse 5.25 --> 3.5 Zoll, in einen offenen Einbauschacht für ein CD-Laufwerk o.ä. montiert. Sie ist auch nie über ca. 37 Grad gekommen, obwohl mein PC 24/7 läuft. (Heute, in dem so toll servicefreundlichen aufklappbaren Montagerahmen steckend, sieht das nicht berühmt aus:
root@MS-7252-SSD:~# hddtemp /dev/sda
/dev/sda: WDC WD5000AAKS-007AA0: 40°C)
Ein paar Grad machen bei Festplatten locker eine Halbierung der Lebensdauer aus, also wenn noch eine mechanische Festplatte vorgesehen ist, plane gut, wo Du sie plazierst.


Tja, diese 80er Scheißequirle.

Die nutze ich für meinen aktuellen Rechner auch nicht mehr.

Die Idee und der sich ergebende Vorteil beim angestrebten Projekt wäre, die Patte zB.
direkt auf das noch vorhandene Montageblech zu setzen. Vielleicht mit Winkeln.

Dann müsste man ja eine Wärmeabfuhr über die 2,5 mm Stahlplatte hinbekommen.

Mit dem Netzteil muss ich noch etwas überlegen, denn eigentlich soll es komplett im Gehäuse drin sein.

Aber schon so, dass der Luftstrom von rechts nach Links oder unten nach oben geht.

Das Gegeneinanderspielen der Lüfter ist aber eh kein Problem.

Denn sowohl NT, als auch CPU drücken in eine Richtung.

Mal schauen, wie sich das mit dem RAM verhält.

Wichtig ist aber wohl eh, dass die Luft nicht im Inneren steht.
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  • Beitrag 10. Sep 2018 09:23

Re: Überlegungen zu selbstgebautem PC Gehäuse.

Die Skizze offenbart bereits einen gravierenden konzeptionellen Fehler, das NT gehört immer nach ganz oben im Gehäuse, damit seine Abwärme nicht das Gehäuse und die Elektronik zusätzlich thermisch belastet. Da der Lüfter eines NT ohnehin immer läuft, kann es zugleich dafür mitgenutzt werden, die warme Luft aus dem Gehäuse abzusaugen. Dafür muß es aber an der wärmsten Stelle verbaut werden - oben. Es ist immer von Vorteil, die Physik zu berücksichtigen.
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  • Beitrag 10. Sep 2018 10:03

Re: Überlegungen zu selbstgebautem PC Gehäuse.

fripa10 hat geschrieben:Die Skizze offenbart bereits einen gravierenden konzeptionellen Fehler, das NT gehört immer nach ganz oben im Gehäuse, damit seine Abwärme nicht das Gehäuse und die Elektronik zusätzlich thermisch belastet. Da der Lüfter eines NT ohnehin immer läuft, kann es zugleich dafür mitgenutzt werden, die warme Luft aus dem Gehäuse abzusaugen. Dafür muß es aber an der wärmsten Stelle verbaut werden - oben. Es ist immer von Vorteil, die Physik zu berücksichtigen.


Ich hätte mal eine Frage dazu.

Warum werden dann einige Gaming Gehäuse mit unten eingebautem Netzteil verkauft?

Das würde ja dem ganzen widersprechen.

Im Gehäuse sollte es sein, da ich nach Möglichkeit alle Leitungen von unten kommen lassen möchte.

Daher spiele ich mit dem Gedanken, das Netzteil ein paar cm von der Wand entfernt anzubringen und
dann mit einem 120er auf gleicher Höhe die Luft nach draußen zu bringen.

Aber momentan ist bis auf weiteres eh Pause angesagt.
Weiter als Lack von der Tür runter bin ich noch nicht gekommen.

Es gibt so vieles zu tun.

Garten, Bewerbungen, Fahrrad flott machen, Mutters Spontanideen usw.

Da steht das noch ganz hinten an. Bis dahin höre ich mich erst einmal um und überlege fleißig weiter.
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  • Beitrag 10. Sep 2018 10:06

Re: Überlegungen zu selbstgebautem PC Gehäuse.

Marinopick hat geschrieben:Die Idee und der sich ergebende Vorteil beim angestrebten Projekt wäre, die Patte zB.
direkt auf das noch vorhandene Montageblech zu setzen. Vielleicht mit Winkeln.

Dann müsste man ja eine Wärmeabfuhr über die 2,5 mm Stahlplatte hinbekommen.


Du meinst, die HDD auf eine Stahlplatte als "Kühlfläche" klemmen/kleben wie den Kühlkörper auf die CPU? Das klappt nie. Frei umströmt!

Anbei eine uralte Platte (zum Fotografieren hab' ich natürlich die erste beste aus der Kiste genommen), wie ich welche frei mit zwei dafür gekauften Winkeln in den Laufwerkskäfig gehängt hatte.

Das zweite Foto ist aus dem aktuellen Reserve-PC, gleichzeitig meinem Videorecorder bzw. -wandler. Auch hier: frei umströmt im Laufwerkskäfig, in dem Fall auf eine Montageplatte aus Kunststoff, die zu dem Gehäuse gehört und unten offen ist.

Die Optik, also wie das dann aussieht, ist mir völlig egal. Die "40 Grad" in der Ausgabe von hddtemp bei dem gekauften PC mit der ganz innen lüftungslos (ARGH) versteckten HDD finde ich viel hässlicher ;) .
Dateianhänge
PICT4824.JPG
PICT4825.JPG
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  • Beitrag 10. Sep 2018 10:27

Re: Überlegungen zu selbstgebautem PC Gehäuse.

Marinopick hat geschrieben:Warum werden dann einige Gaming Gehäuse mit unten eingebautem Netzteil verkauft?

Warum wurde an User Kaulquappe eine nicht funktionierende MCS Schließanlage verkauft? Warum an Tresorkäufer ein rostender Tresor? Warum verkauft ein deutscher Autokonzern Millionen Fahrzeuge, die mangelhaft sind und gegen geltende Vorschriften verstoßen?

Nur weil etwas im Handel ist, muß es noch längst nicht brauchbar sein.
fripa10
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  • Beitrag 10. Sep 2018 11:13

Re: Überlegungen zu selbstgebautem PC Gehäuse.

Marinopick hat geschrieben:Warum werden dann einige Gaming Gehäuse mit unten eingebautem Netzteil verkauft?


Sind wahrscheinlich für heiße Games gedacht, da ist eine bessere Kühlung nur kontraproduktiv ;)
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  • Beitrag 10. Sep 2018 14:37

Re: Überlegungen zu selbstgebautem PC Gehäuse.

Könnte auch sein, dass die Gamer recht rumzappeln und wenn das Netzteil unten ist, dann steht der Rechner stabiler.
MartinHewitt
 

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