Allgemeiner Laberthread

eigentlich selbsterklärend
  • Beitrag 2. Nov 2018 20:18

Re: Allgemeiner Laberthread

worgan hat geschrieben:Marvin K. (und Joschi auch) ist Triebfahrzeugführer, kein Zugführer. Zugführer ist Zugchef und sozusagen Hauptmann. Der kann auch dem Triebfahrzeugführer Anweisungen geben, der Triebfahrzeugführer dem Zugführer nur sehr begrenzt. Bei unbegleitetem Zugdienst entfällt der Zugführer und der Triebfahrzeugführer muss auf noch mehr allein aufpassen.
Und eigentlich wollte ich nur Lokführer (der Traumberuf zahlreicher, mittlerweile ca. 60-jährigen, Jungs) schreiben, aber irgendwie klingt Triebfahrzeugführer schon deutlich ̶f̶̶r̶̶i̶̶v̶̶o̶̶l̶̶e̶̶r̶ wichtiger . . . :respekt:

worgan hat geschrieben:Joschi ist Triebfahrzeugführer

Hilf mir bitte ! Meinst Du Josch ?
boianka
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  • Beitrag 2. Nov 2018 20:53

Re: Allgemeiner Laberthread

Tresoröffnung von privat in Franken.
MartinHewitt
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  • Beitrag 2. Nov 2018 22:21

Re: Allgemeiner Laberthread

Es geht es nix über die schönen alten Dampfloks, die jedenfalls bei der Deutschen Reichsbahn noch in den 1970er Jahren reichlich im Einsatz waren, ehe später russische Dieselloks sie ablösten. Damit war die Eisenbahnromatik vorbei und gegenwärtig werden hier die schönen alten Gewölbebrücken unter anderem der Ostbahn (früher: Berlin nach Königsberg i. Opr.) abgerissen und durch Betonbrücken ersetzt. Damit verschwindet ein weiteres Stück Geschichte, denn einige der alten Gewölbebrücken trugen sogar noch die Spuren des Krieges, Schrammen von russischen Panzern, Bohrungen für Sprengkapseln usw..
"Denn die Verneinung der Ortsüblichkeit setzt zwingend voraus, daß es eine ortsübliche Einfriedung gibt. Läßt sich eine solche nicht feststellen, kann es keine Einfriedung geben, die nicht ortsüblich ist." BGH, Urteil vom 17. Januar 2014, V ZR 292/12
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  • Beitrag 2. Nov 2018 22:27

Re: Allgemeiner Laberthread

fripa10 hat geschrieben:... Damit verschwindet ein weiteres Stück Geschichte, denn einige der alten Gewölbebrücken trugen sogar noch die Spuren des Krieges, Schrammen von russischen Panzern, Bohrungen für Sprengkapseln usw..


Solche Zeitzeugnisse halte ich persönlich nicht unbedingt für erhaltenswert ...

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  • Beitrag 2. Nov 2018 22:39

Re: Allgemeiner Laberthread

Crocheteur hat geschrieben:
fripa10 hat geschrieben:... Damit verschwindet ein weiteres Stück Geschichte, denn einige der alten Gewölbebrücken trugen sogar noch die Spuren des Krieges, Schrammen von russischen Panzern, Bohrungen für Sprengkapseln usw..


Solche Zeitzeugnisse halte ich persönlich nicht unbedingt für erhaltenswert ...

Ich schon ! - Jedes Zeitzeugnis erinnert an unsere Vergangenheit, auch wenn es vielen nicht in Ihre Erinnerung passt . . .

. . . auch die "Merkelzeit" wird (selbst für fripa10) irgendwann ein, erinnerungswürdiges, demonstratives Beispiel für (von ihr mühsam erarbeitete) Stabilität sein . . . :yes:
boianka
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  • Beitrag 2. Nov 2018 23:08

Re: Allgemeiner Laberthread

Ich gebe Dir teilweise Recht ! Aber man kann nicht alles aufheben, man muss auch der Zukunft eine Chance geben. Und hierfür muss manchmal vergangenes für neues den Weg frei machen.

Liebe Grüße, Crocheteur
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  • Beitrag 3. Nov 2018 06:51

Re: Allgemeiner Laberthread

Crocheteur hat geschrieben:
fripa10 hat geschrieben:... Damit verschwindet ein weiteres Stück Geschichte, denn einige der alten Gewölbebrücken trugen sogar noch die Spuren des Krieges, Schrammen von russischen Panzern, Bohrungen für Sprengkapseln usw..


Solche Zeitzeugnisse halte ich persönlich nicht unbedingt für erhaltenswert ...

<shrug> Die Engländer haben sowas doch auch aus Tradition aufgehoben

http://www.adf-messageboard.com.au/invb ... topic=2106


;)
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  • Beitrag 3. Nov 2018 07:58

Re: Allgemeiner Laberthread

Man kann nicht alles aufheben. Das musste ich auch lernen. Und muss es jetzt wieder anwenden. Aber wie teilt man ein?

Ich meine diesen Joschi
Lieber die Katze auf dem Arm als den Tiger im Tank.
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  • Beitrag 3. Nov 2018 10:29

Re: Allgemeiner Laberthread

fripa10 hat geschrieben:gegenwärtig werden hier die schönen alten Gewölbebrücken unter anderem der Ostbahn (früher: Berlin nach Königsberg i. Opr.) abgerissen und durch Betonbrücken ersetzt. Damit verschwindet ein weiteres Stück Geschichte, denn einige der alten Gewölbebrücken trugen sogar noch die Spuren des Krieges, Schrammen von russischen Panzern, Bohrungen für Sprengkapseln usw..
Na klasse. Unsere Politik sorgt also vor, damit auch in Zukunft noch genug Arbeitskräfte notwendig sind, in dem sie alte, aber stabile Brücken durch neuen Mist ersetzt, der allerhöchstens noch halb so lange hält. Wenn überhaupt.

Dieser ganze neumodische Scheiss taugt nix. Die Bahn hat noch zigtausende genietete Stahlbrücken, die oftmals vor sich hinrosten, aber dennoch noch in Betrieb sind. Gut konstruiert, mit sehr viel Reserve. Wären die damals nicht so "oversized" konstruiert worden, hätten wir schon die totale Infrastruktur-Apokalypse in Deutschland, die wir auf den Autostraßen ja faktisch schon haben.
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  • Beitrag 3. Nov 2018 11:10

Re: Allgemeiner Laberthread

Crocheteur hat geschrieben:Und hierfür muss manchmal vergangenes für neues den Weg frei machen.

Das ist sicherlich so, was aber nicht daran hindert, die damit verbundenen Verluste ob ihres historischen, baugeschichtlichen und kulturellen Wertes dennoch als schmerzlich zu empfinden.

Du hättest es einfach mal sehen müssen, man kam von den allseits bekannten Seelower Höhen und lief gen Osten, zum Oderbruch hin. Am Fuße des Höhenzuges entlang verläuft die Bahnstrecke Frankfurt (Oder) - Bad Freienwalde, wegen des stark profilierten Geländes (Endmoränenlandschaft) verlaufen die Bahngleise teils auf meterhohen Dämmen. Damit man von der Höhe aus die Bahnstrecke queren und zum Oderbruch gelangen konnte, wurden unter dem Bahndamm beim Bau der Bahnstrecke Gewölbebrücken aus Ziegelmauerwerk geschaffen.

Kam man von der Höhe, fiel das sehr wellige Gelände stark ab. Am Horizont sah man den hohen Bahndamm, nicht aber das Oderbruch. Dann kam der Tunnel einer dieser alten Gewölbebrücken, man betrat diesen verwunschen erscheinenden und romantischen Ort und als man hinten herauskam, eröffnete sich einem eine völlig andere Landschaft - die Weite des tischebenen Oderbruchs. Selbst wenn man das längst kannte, so war es doch ein jedes Mal von neuem beeindruckend.

An den Seelower Höhen wurde Geschichte geschrieben, die Landschaft und Region ist noch heute vom Krieg gezeichnet, ein riesiger Friedhof in der Weite der Landschaft. Um die 50.000 Soldaten verloren dort binnen zweier Tage in der größten Feldschlacht des II. WK ihr Leben, viele wurden nie geborgen, sondern ruhen als Verschollene irgendwo auf dem einstigen Schlachtfeld. Die Toten sehen wir nicht mehr und doch erinnern oder erinnerten überall Spuren an das Grauen des Krieges. Ich persönlich finde es schon wichtig, das Grauen nicht zu einer für künftige Generationen kaum faß- und sichtbaren Fußnote der Geschichte zu machen.

Die steinernen Zeugen erinnern uns, auch die hier noch immer vielerorts sichtbaren Schützengräben. Zu ihnen können wir Kriegsenkel mit unseren Enkeln gehen und ihnen zeigen, daß Krieg etwas ist das alle betrifft und betreffen würde - uns, unsere Häuser, unsere Städte und Dörfer. Mit im Jahre 2018 errichteten Stahlbetonbrücken lassen sich die Kriegsereignisse nicht veranschaulichen, da kann kein Opa mehr mit seinem 8-jährigen Enkel stehen und ihm zeigen, wo russische Panzer die Ziegelmauer beschädigt haben. Die Erzählung vom Krieg vor der eigenen Haustür wird so für das Kind so wenig faßbar, wie Opas Geschichten vom Kirschenklauen von Bäumen, die es längst nicht mehr gibt. So kann selbst der grauenvolle Krieg zu einem "Vogelschiß in der Geschichte" verblassen.
Dateianhänge
Gewölbebrücke.jpg
"Denn die Verneinung der Ortsüblichkeit setzt zwingend voraus, daß es eine ortsübliche Einfriedung gibt. Läßt sich eine solche nicht feststellen, kann es keine Einfriedung geben, die nicht ortsüblich ist." BGH, Urteil vom 17. Januar 2014, V ZR 292/12
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