Allgemeiner Laberthread

eigentlich selbsterklärend
  • Beitrag 22. Nov 2018 11:04

Re: Allgemeiner Laberthread

Moldovan hat geschrieben:Prepper tun mir leid
Mir auch !
boianka
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  • Beitrag 22. Nov 2018 18:17

Re: Allgemeiner Laberthread

Ach, Quatsch, vor allem, dass Prepper die Leute seien, die sich einen Atombunker unter dem Rosenbeet anlegen. Der Begriff kommt aus der Pfadfinderszene in den USA. (Was mich nicht daran gehindert hat, meine Vorräte und unentbehrlichen Hilfsmittel um den Heizkeller herum aufzuheben, einen Raum, der unterirdisch liegt, trotzdem natürlich Frischluftzufuhr hat, und mindestens zwei tragende Wände in jeder Richtung nach draussen).
Ich habe immer einen Turm von 3-4 Kästen Sprudel im Keller - bei Edeka gibt's immer noch welchen in Glasflaschen für zwei Euro der Kasten - , und wenn einer leer war, habe ich einen nachgekauft, also für Notfälle immer um 30 Liter Trinkwasser auf Vorrat. Mit den PET-Flaschen merkte ich schnell, dass ihr Inhalt alsbald einen Beigeschmack entwickeln (Acetaldehyd), sodass jahrelanges Überziehen ihres Haltbarkeitsdatum von ca. drei Monaten nicht ratsam ist.
Man bedenke, dass 2005 im Münsterland nach einem Schneesturm der Strom in manchen Gebieten wochenlang ausgefallen war und bei uns derzeit ein bisschen Sommer dazu führt, daß an den Tankstellen das Benzin knapp wird. Ich baue keinen Atombunker unter dem Kräuterbeet, aber Wasser und haltbare Lebensmittel in Reserve zu halten, dazu natürlich Kerzen, Spiritus, Gas für Kocher und übrigens einen Heizstrahler zum Aufsetzen auf die Gasflasche - ohne Strom geht nämlich auch die Heizung nicht - , halte ich für gesunden Menschenverstand. Fünf Kilo (Trockengewicht) Erbsen, ein paar Packungen Reis, Fleischkonserven, damit Nahrung für zwei Monate, und einen Stapel Konservendosen im Keller zu haben, kostet keinen Cent mehr als die normale Lebenshaltung.
Was sind darüberhinaus 50 oder 100 Euro Investitionen, wenn wirklich eine Katastrophe passiert? Wir sollen uns heute noch beim Verzehr von Pfifferlingen oder Wildschweinen einschränken, wegen Tschernobyl.
Ich habe noch die Briefe meines Urgroßvaters von 1946, wo er erleichtert schreibt, daß er ein paar Hühner ergattert hat, die fleißig Eier legen und seine Ernährung sicherstellen. 1816 gab es weltweit ein "Jahr ohne Sommer" durch den Ausbruch des Vulkans Tambora, das zu globalen sozialen und technischen Umwälzungen führte (weil die Pferde aufgegessen wurden, hatte Freiherr von Dreis den Durchbruch mit seinem neuerfundenen Fahrrad, und halb Württemberg musste nach Russland auswandern, um nicht zu verhungern). Sonst google man mal "NEMP" oder "Phlegräische Felder". Keine Kraftwerke, keine Geldautomaten, nur noch Tauschwirtschaft.
Ein bisschen Wissen kann auch nicht schaden. Weiß jeder, dass unsere Handies schon bei einer zünftigen Schlägerei nach einem Fußballspiel in weitem Umkreis nichts mehr bringen, von den Behörden bei Unruhen als erstes abgeschaltet werden und dann die alten CB-Funk-Geräte die einzige zivile Kommunikation im Fall von Katastrophen, Krieg oder Unruhen sind? Ihr könnt Euch drauf verlassen, dass am 8. Mai 1945 die Boxen mit der BILD-Zeitung nicht aufgefüllt waren.
Gebt mir ein paar alte Ziegel oder drei Konservendosen, und ich baue in zwei Stunden einen Freiluftherd für Totholz aus dem Wald. Mit derselben Technik habe ich übrigens eine Mini-Feldschmiede gebastelt, als mir eine Gartenhacke gebrochen war und ich keine Lust hatte, für viel Geld eine neue zu bestellen. Braucht nur Holzkohle, die bei der einen Version vom Freiluftherd ("Woodgas-Stove") sowieso übrig bleibt. (Zugegeben auch eine elektrische Zwangslüftung oder einen mittelalterlichen Blasebalg...). Ein Trangia-Typ Spiritusbrenner ist zugegeben komfortabler. Wenn man Spiritus hat. Mit zwei Säcken Mehl und etwas Salz (nichts sonst) kann ich mir Brot für ein Jahr backen, wenn ich Zugriff auf einen Backofen oder ein Backhaus habe, sonst ist nur noch Hefe nötig, um Pizza, Fladenbrot oder Waffeln zu machen.
Andere sehen das auch so. Als Schwiegervater, Inhaber einer Baustoffhandlung etc., starb, kloppten sich bei der Verwertung des Lagers die Käufer fast um den fabrikneu erhaltenen Kohlebadeofen ;) .

(Off-Topic: es war soo schön. Einer der Kauf-Interessenten, natürlich nicht nur für den Kohlebadeofen, hatte seinen Opel Commodore so knallvoll mit Armaturen und Eisenzeug geladen, dass er seine süße Freundin für den Heimweg zum nächsten Bahnhof schickte, und es war auf dem Land, weitab von jeder Bahnlinie. War halt kein Platz mehr...).
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  • Beitrag 22. Nov 2018 18:26

Re: Allgemeiner Laberthread

wwfrickler hat geschrieben:Ach, Quatsch, vor allem, dass Prepper die Leute seien, die sich einen Atombunker unter dem Rosenbeet anlegen. Der Begriff kommt aus der Pfadfinderszene in den USA. (Was mich nicht daran gehindert hat, meine Vorräte und unentbehrlichen Hilfsmittel um den Heizkeller herum aufzuheben, einen Raum, der unterirdisch liegt, trotzdem natürlich Frischluftzufuhr hat, und mindestens zwei tragende Wände in jeder Richtung nach draussen).
Ich habe immer einen Turm von 3-4 Kästen Sprudel im Keller - bei Edeka gibt's immer noch welchen in Glasflaschen für zwei Euro der Kasten - , und wenn einer leer war, habe ich einen nachgekauft, also für Notfälle immer um 30 Liter Trinkwasser auf Vorrat. Mit den PET-Flaschen merkte ich schnell, dass ihr Inhalt alsbald einen Beigeschmack entwickeln (Acetaldehyd), sodass jahrelanges Überziehen ihres Haltbarkeitsdatum von ca. drei Monaten nicht ratsam ist.
Man bedenke, dass 2005 im Münsterland nach einem Schneesturm der Strom in manchen Gebieten wochenlang ausgefallen war und bei uns derzeit ein bisschen Sommer dazu führt, daß an den Tankstellen das Benzin knapp wird. Ich baue keinen Atombunker unter dem Kräuterbeet, aber Wasser und haltbare Lebensmittel in Reserve zu halten, dazu natürlich Kerzen, Spiritus, Gas für Kocher und übrigens einen Heizstrahler zum Aufsetzen auf die Gasflasche - ohne Strom geht nämlich auch die Heizung nicht - , halte ich für gesunden Menschenverstand. Fünf Kilo (Trockengewicht) Erbsen, ein paar Packungen Reis, Fleischkonserven, damit Nahrung für zwei Monate, und einen Stapel Konservendosen im Keller zu haben, kostet keinen Cent mehr als die normale Lebenshaltung.
Was sind darüberhinaus 50 oder 100 Euro Investitionen, wenn wirklich eine Katastrophe passiert? Wir sollen uns heute noch beim Verzehr von Pfifferlingen oder Wildschweinen einschränken, wegen Tschernobyl.
Ich habe noch die Briefe meines Urgroßvaters von 1946, wo er erleichtert schreibt, daß er ein paar Hühner ergattert hat, die fleißig Eier legen und seine Ernährung sicherstellen. 1816 gab es weltweit ein "Jahr ohne Sommer" durch den Ausbruch des Vulkans Tambora, das zu globalen sozialen und technischen Umwälzungen führte (weil die Pferde aufgegessen wurden, hatte Freiherr von Dreis den Durchbruch mit seinem neuerfundenen Fahrrad, und halb Württemberg musste nach Russland auswandern, um nicht zu verhungern). Sonst google man mal "NEMP" oder "Phlegräische Felder". Keine Kraftwerke, keine Geldautomaten, nur noch Tauschwirtschaft.
Ein bisschen Wissen kann auch nicht schaden. Weiß jeder, dass unsere Handies schon bei einer zünftigen Schlägerei nach einem Fußballspiel in weitem Umkreis nichts mehr bringen, von den Behörden bei Unruhen als erstes abgeschaltet werden und dann die alten CB-Funk-Geräte die einzige zivile Kommunikation im Fall von Katastrophen, Krieg oder Unruhen sind? Ihr könnt Euch drauf verlassen, dass am 8. Mai 1945 die Boxen mit der BILD-Zeitung nicht aufgefüllt waren.
Gebt mir ein paar alte Ziegel oder drei Konservendosen, und ich baue in zwei Stunden einen Freiluftherd für Totholz aus dem Wald. Mit derselben Technik habe ich übrigens eine Mini-Feldschmiede gebastelt, als mir eine Gartenhacke gebrochen war und ich keine Lust hatte, für viel Geld eine neue zu bestellen. Braucht nur Holzkohle, die bei der einen Version vom Freiluftherd ("Woodgas-Stove") sowieso übrig bleibt. (Zugegeben auch eine elektrische Zwangslüftung oder einen mittelalterlichen Blasebalg...). Ein Trangia-Typ Spiritusbrenner ist zugegeben komfortabler. Wenn man Spiritus hat. Mit zwei Säcken Mehl und etwas Salz (nichts sonst) kann ich mir Brot für ein Jahr backen, wenn ich Zugriff auf einen Backofen oder ein Backhaus habe, sonst ist nur noch Hefe nötig, um Pizza, Fladenbrot oder Waffeln zu machen.
Andere sehen das auch so. Als Schwiegervater, Inhaber einer Baustoffhandlung etc., starb, kloppten sich bei der Verwertung des Lagers die Käufer fast um den fabrikneu erhaltenen Kohlebadeofen ;) .

(Off-Topic: es war soo schön. Einer der Kauf-Interessenten, natürlich nicht nur für den Kohlebadeofen, hatte seinen Opel Commodore so knallvoll mit Armaturen und Eisenzeug geladen, dass er seine süße Freundin für den Heimweg zum nächsten Bahnhof schickte, und es war auf dem Land, weitab von jeder Bahnlinie. War halt kein Platz mehr...).


Textlastig - nix gegen Atombunker prepper eyy
Pickfinger
Revolverheld
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  • Beitrag 22. Nov 2018 18:41

Re: Allgemeiner Laberthread

Pickfinger hat geschrieben:
Textlastig

Quotelastig
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  • Beitrag 22. Nov 2018 18:48

Re: Allgemeiner Laberthread

wwfrickler hat geschrieben:
Pickfinger hat geschrieben:
Textlastig

Quotelastig

Muß man wissen
Pickfinger
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  • Beitrag 22. Nov 2018 20:02

Re: Allgemeiner Laberthread

Pickfinger hat geschrieben:Textlastig
So nen ungegliederten Block tut sich eh keiner an . . .
boianka
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  • Beitrag 22. Nov 2018 20:19

Re: Allgemeiner Laberthread

God-mode ON
Dann druckt ihn eben aus und geht ihn im Familienkreis oder sonstigen Gruppen so lange durch, bis Ihr alles Wichtige verstanden habt ... und es *ist* Wichtiges drin, versichere ich Euch.
Gäste
 

  • Beitrag 22. Nov 2018 20:39

Re: Allgemeiner Laberthread

wwfrickler hat geschrieben:God-mode ON[...]... und es *ist* Wichtiges drin, versichere ich Euch.

Go-wer?
naturelle
Community Rückgrat
Community Rückgrat
 

  • Beitrag 22. Nov 2018 21:24

Re: Allgemeiner Laberthread

In der DDR hatten wir an der Schule als Pflichtfach Zivilverteidigung, ab der achten Klasse auch Wehrerziehung. Da wurde unter anderem gelehrt, wie man in freier Wildbahn überlebt, sich seinen eigenen Wetterbericht macht, sich mit Kompass und an Sternen oder Kirchen orientiert, ohne Feuerzeug und Streichhölzer Feuer macht, Gebäude im Krieg schützt, Schutzräume anlegt und Vieles mehr.

Abgesehen von ein paar Nachtspeicheröfen wurden die Wohnungen und Häuser mit Holz und Kohle geheizt, da brauchte man keinen Strom. Kochen mit Propangas aus Flaschen war sehr verbreitet, die Bevölkerung auf das Anlegen von eigenen Lebensmittelvorräten (Konserven) getrimmt.

Für die Trinkwasserversorgung gab es als Rückfall-Lösung Brunnen mit Handpumpe in den Orten und geheime Brunnen in den Wäldern. Notstromgeneratoren zu DDR-Zeiten funktionierten, denn da gab es noch keinen Biodieselzwangsanteil.

Vor zwei Tagen sah ich einen Bericht über den Abzug der GUS-Truppen aus der ehemaligen DDR, die hatten 12 komplette Güterzüge voll Atomwaffen allein in der DDR stationiert, die wurden 1991 über die Ostsee gen Osten zurückverlegt. Einfach irre.
fripa10
.
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  • Beitrag 23. Nov 2018 11:07

Re: Allgemeiner Laberthread

Das war doch Adenauers großer Alptraum. Erst wollte er ganz dringend ganz viele taktische Atombomben in Deutschland haben, vielleicht ja aus Nostalgie, weil die "Atomic Cannon", das einzige Geschütz, das je eine Atombombe abgeschossen hat (25.5.1953), eine rein deutsche Konstruktion war (die Amis hatten nichts vergleichbar Großes, da haben sie das große Eisenbahngeschütz K5, Kaliber 280mm, der Nazis nachgebaut und auf Trucks gesetzt. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/28-cm-Kanone_5_(E). Hier eine ausgestellte. Foto Yuma Proving Ground, Arizona, Oktober 1993).
Film266-18_560.jpg

20 der neugebauten Geschütze für Westdeutschland bestimmt und wurden mit großem TamTam der Öffentlichkeit vorgeführt. Atomare Sprengladungen wurden aber auch für alle möglichen Brücken und Verkehrsverbindungen vorgesehen und überall Kammern dafür eingebaut. Dann hat ihm jemand gottseidank erklärt, wie ein mit einer Atomwalze befreites Deutschland hinterher aussehen und wann es wieder bewohnbar sein würde, und er hat plötzlich die Bombe gefürchtet wie der Teufel das Weihwasser.
Die Atomkanone wurde alsbald wieder ausgemustert, gab es doch mit dem technischen Fortschritt (Neutronenreflektoren, externe Neutronenquelle, Hohlschalenprinzip bei den Plutoniumbomben, klitzekleine Fusionsreaktion ebenfalls als Neutronenquelle) Bomben, die nur ca. 5kg kritische Masse benötigten, was bei Uran oder Plutonium irgendwas zwischen Golfball- und Orangengröße hatte. Das konnte man in jede Panzerkanone stopfen: "Die Masse der in Westdeutschland in den so genannten »Sondermunitionslagern« eingelagerten Atomgranaten hatten das Kaliber 155 mm und wogen ca. 100 Kilogramm. Vermutlich lagerten in der Bundesrepublik ca. 1000 Atomgranaten des entsprechenden Kalibers. Die Granaten wurden aus der Panzerhaubitze M109 verschossen, über die jede Heeresbrigade verfügte. Zusätzlich verfügten die Artilleriekommandos der drei Bundeswehrkorps über langrohrige 155 mm Kanonen M107 »Mad Dog«, mit denen taktische Atomgranaten über eine Entfernung von 32 km verschossen werden konnten. Hinzu kamen Feldhaubitzen mit dem größten Rohrkaliber der Bundeswehr mit 203 mm, womit ebenfalls Atomgranaten abgefeuert werden konnten" (https://www.atomwaffena-z.info/glossar/ ... naten.html).
Zuletzt geändert von Gäste am 23. Nov 2018 11:33, insgesamt 3-mal geändert.
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