Bestimmung Tresor und dessen Schloß

Hier geht es um Tresor-, Zuhaltungs- und Elektronikschlösser
ProNet36
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Re: Bestimmung Tresor und dessen Schloß

Beitrag von ProNet36 »

Hi Mister Q,

Wenn ich mir so Videos vom diesem Schlosstyp anschaue, hat das 9 Zuhaltungen.
Außerdem ist der Dorn in der Mitte 4,2mm im Durchmesser.
Der meinige ist aber nur 3,5 bis max. 3,6mm im Durchmesser... hmm

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Retak
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Re: Bestimmung Tresor und dessen Schloß

Beitrag von Retak »

Von dem Kromer Novum gibts bzw. gabs viele Versionen (sogar als normales Türschloss, davon unten das aufgefächerte Zuhaltungspaket) mit unterschiedlicher Anzahl der Zuhaltungen und auch in verschiedenen Größen. All denen gemeinsam ist das am Drehpunkt mit einem Hohlniet unter Beilage einer Federscheibe zusammengehaltene Zuhaltungspaket. Die hierdurch erzeugte Reibung der Zuhaltungen aneinander macht das Picken schwer, weil sich die Zuhaltungen gegenseitig mitnehmen. Tresorservicefirmen machen zum Öffnen meist eine kleine Bohrung oder verwenden das pin and cam Verfahren, letzteres setzt allerdings für jedes Schlossmodel individuelle selbst zu bauende Instrumente voraus und ist daher sehr aufwendig.
BO5.JPG
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ProNet36
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Re: Bestimmung Tresor und dessen Schloß

Beitrag von ProNet36 »

Moin,

Vielen Dank für die Aufklärung.

Dann bin ich aber der Meinung das es dieses Schloss nicht sein kann.
1. passt die Mechanik nicht auf das Zuhaltungspaket.
2. die einzelnen Zuhaltungselemente haben keine Reibung untereinander, da sie voneinander getrennt sind.

Anbei mal ein paar Bilder, gemacht mit einem Boroskope.
Sehr schwer gescheite Bilder zu bekommen.
Zwischen den einzelnen Zuhaltungselementen sind einzelne Messingplättchen.
Die haben mit Sicherheit auch eine Funktion in dem Schloss... :(
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Retak
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Re: Bestimmung Tresor und dessen Schloß

Beitrag von Retak »

Hmmm...ich hab von Tresoren kaum Ahnung, aber das sind wahrscheinlich Separatorbleche, die genau das gegenseitige mitnehmen von Zuhaltungen verhindern sollen, möglicherweise ist das ein federloses Schloss, bei dem der Schlüssel die Zuhaltungen beim zurückdrehen wieder in die Grundstellung bringt. Das könnte (muss aber nicht) relativ leicht zu picken sein. Wenn man eine Zuhaltung bewegt, federt die dann zurück oder bleibt sie in der eingestellten Position?

ProNet36
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Re: Bestimmung Tresor und dessen Schloß

Beitrag von ProNet36 »

Hi,

nein die ganzen Zuhalteelemente sind all samt federnd gelagert und werden mit nicht wenig Druck wieder zurück gedrückt.
Betätigt man das 3. Zuhalteelemt von vorn, dann wird das Letze mit bewegt. Das ist alles ganz schön kniffeleig. :)

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Retak
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Re: Bestimmung Tresor und dessen Schloß

Beitrag von Retak »

Dann ist es ein herkömmlich aufgebautes Schloss. Die hinterste, auf dem Riegel liegende Zuhaltung ist federbelastet, sie sichert die Grundstellung und überträgt die Federkraft mittels eines Zapfens auf die übrigen Zuhaltungen, die selbst keine Federn haben. Wird diese Zuhaltung in die Durchgangshöhe gehoben (entspricht bei dieser Zuhaltung meist der maximalen Barthöhe und wird beim Hobbschen Haken durch den Spanndaumen bewirkt), sind die übrigen Zuhaltungen ungefedert. Deshalb müssen sie vom Schlüssel zwangsgeführt werden, wofür dieser den zweiten Bart (sog. Hinterbart) benötigt. Mit dem Hobbschen Haken muss man die klemmende Zuhaltung dann auch in beiden Richtungen bewegen, um den "echten" Durchgang zu finden (Durchgang hat meist mehr Spiel als die Fakenuten).

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Re: Bestimmung Tresor und dessen Schloß

Beitrag von ProNet36 »

Retak hat geschrieben: 16. Nov 2023 18:08 Dann ist es ein herkömmlich aufgebautes Schloss. Die hinterste, auf dem Riegel liegende Zuhaltung ist federbelastet, sie sichert die Grundstellung und überträgt die Federkraft mittels eines Zapfens auf die übrigen Zuhaltungen, die selbst keine Federn haben. Wird diese Zuhaltung in die Durchgangshöhe gehoben (entspricht bei dieser Zuhaltung meist der maximalen Barthöhe und wird beim Hobbschen Haken durch den Spanndaumen bewirkt), sind die übrigen Zuhaltungen ungefedert. Deshalb müssen sie vom Schlüssel zwangsgeführt werden, wofür dieser den zweiten Bart (sog. Hinterbart) benötigt. Mit dem Hobbschen Haken muss man die klemmende Zuhaltung dann auch in beiden Richtungen bewegen, um den "echten" Durchgang zu finden (Durchgang hat meist mehr Spiel als die Fakenuten).
Hi,

na das ist ja mal ne sehr interessante Info.
So langsam kommt Licht ins Dunkle... :)
Dann versuche ich mich mal weiter... Eilt ja nicht...

ProNet36
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Re: Bestimmung Tresor und dessen Schloß

Beitrag von ProNet36 »

Moin,

für alle die es vielleicht interessiert.
Ich habe den Tresor zerstörungsfrei aufbekommen.
Benutzt habe ich einen Hobbschen Haken GP9, allerdings musste ich die Längen der Finger anpassen.

Der Tresor ist von der Firma Bössinger und das Schloß ist ein Mauer 6210

Aber die Verarbeitung solcher Tresore ist ja absolut unterirdisch...
Da wurde ja nicht mal die Schlacke vom Schweißen aus der Tür gesaugt, oder nach den Schweißen entfernt.
Auch die ganze Verarbeitung der Riegeltechnik... :o :o :o
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worgan
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Re: Bestimmung Tresor und dessen Schloß

Beitrag von worgan »

Hey, schön dass offen ist und danke für die Meldung.

Wie lang hast dran gesessen?
Lieber die Katze auf dem Arm als den Tiger im Tank.

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Re: Bestimmung Tresor und dessen Schloß

Beitrag von ProNet36 »

Hi,

naja ich habe effektiv ab Dezember an dem Tresor gearbeitet, aber auch nicht jeden Tag und wenn dann immer nur 10-15Minuten.
Ich habe mir dann auch noch ein Griff gedruckt, damit man besser Druckausüben konnte.
Dann habe ich noch einen Zeiger verbaut und mir auf dem Tresor Notizen gemacht wo was war.
So hat es dann geklappt.
Wenn man einmal fühlt, was man fühlen muss ist es gar nicht so schwer... zumindest bei diesem Schloss...

Ich hatte ein eigenes Werkzeug gebaut, aber das hat nicht lang gehalten und damit konnte ich auch nicht die Zuhaltungen zurück drücken.
Mit dem GP9 hat das dann super funktioniert.
Das Schloss hat auch noch die Eigenart, das die Kontrollzuhaltung nicht als erstes einsortiert werden kann.
Erst wenn die ersten 2 oder 3 Zuhaltungen sortiert waren konnte man die Kontrollzuhaltung sortieren.
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