BKS Detect3 Wie sicher ist es?

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distiller
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Re: BKS Detect3 Wie sicher ist es?

Beitrag von distiller »

Also ich habe einen detect3 hier vor mir, da ist am Schlüsselrücken nicht profiliert. Vielleicht liege ich aber auch falsch und beim neuen 3000er ist es irgendein anderes Detail, was den nun neu patentfähig gemacht hat.

markus_s
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Re: BKS Detect3 Wie sicher ist es?

Beitrag von markus_s »

Okay vielleicht habe ich jetzt nicht ganz verstanden, was ein profilierter Rücken ist.
Was ist das genau? Den Detect 3 haben wir auch, in der Firma

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distiller
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Re: BKS Detect3 Wie sicher ist es?

Beitrag von distiller »

Ich hatte hier ins Patent geschaut und hielt das für plausibel. https://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/d ... &xxxfull=1

ob es genau das Patent ist, welches da zur Anwendung kommt, weiß ich aber nicht. Es kann auch irgendein anderes Minidetail sein.

meister
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Re: BKS Detect3 Wie sicher ist es?

Beitrag von meister »

distiller hat geschrieben: 19. Apr 2022 12:48
ob es genau das Patent ist, welches da zur Anwendung kommt, weiß ich aber nicht. Es kann auch irgendein anderes Minidetail sein.
Es wird dieses Merkmal sein, nur der Sinn erschließt sich mir nicht.

Nach der Patentschrift ist der Schlüsselrücken wellenförmig ausgeführt, sodass die Gehäusestifte eine geringere Auflagefläche bei der Stellung auf 12 Uhr haben (Schlüssel um 180° gedreht).

Meiner Meinung nach verteilen sich die Druckkräfte der Federn dann doch erst recht nur noch punktförmig auf eine nun kleinere Fläche des Schlüsselrückens, was im Endeffekt einen größeren Verschließ bedeutet?!

Wenn die Formel Druck = Kraft / Fläche gilt, wird die Auflagefläche zwischen Kernstiften und Schlüsselrücken doch insgesamt kleiner und der Druck entsprechend größer?
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Re: BKS Detect3 Wie sicher ist es?

Beitrag von rondeLoro »

meister hat geschrieben: 19. Apr 2022 14:02
Wenn die Formel Druck = Kraft / Fläche gilt, wird die Auflagefläche zwischen Kernstiften und Schlüsselrücken doch insgesamt kleiner und der Druck entsprechend größer?
Hmm... und wenn dabei um die Reibung geht? Weniger Kontaktfläche sollte in weniger Reibung resultieren. Aber kann man die bei so kleinen Flächen nicht vernachlässigen? Einen wirklich messbaren Unterschied wird es kaum geben. Aber letztlich eigentlich egal. Den Herstellern geht es eher darum etwas zu haben, wofür man einen Patentschutz bekommen kann.

meister
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Re: BKS Detect3 Wie sicher ist es?

Beitrag von meister »

Sehe ich auch so.

Der Schlüsselrücken bildet doch eine nahezu perfekte, glatte Fläche mit dem Rest des Kerns.

Wie kann sich das dann auf den Verschleiß auswirken?


Problem sind doch eher die Kernstifte, welche von den Zacken des Schlüssels wie ein Sägeblatt zerspant werden.

Wenn die nun immer kürzer geschliffen werden ragen die Gehäusestifte bei jeder Drehung in den Kern und werden regelrecht zerquetscht bis irgendwann nichts mehr geht.

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Re: BKS Detect3 Wie sicher ist es?

Beitrag von markus_s »

Ist das denn beim detect3 anders gewesen? Sorry habe das mit dem Schlüsselrücken noch nicht ganz verstanden

markus_s
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Re: BKS Detect3 Wie sicher ist es?

Beitrag von markus_s »

ich hab hier mal ein Foto gefunden, auf der BKS-Originalseite:

https://www.g-u.com/de/DE/produkte/tuer ... detect3000

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Re: BKS Detect3 Wie sicher ist es?

Beitrag von markus_s »

meister hat geschrieben: 19. Apr 2022 14:02 Nach der Patentschrift ist der Schlüsselrücken wellenförmig ausgeführt, sodass die Gehäusestifte eine geringere Auflagefläche bei der Stellung auf 12 Uhr haben (Schlüssel um 180° gedreht).

Meiner Meinung nach verteilen sich die Druckkräfte der Federn dann doch erst recht nur noch punktförmig auf eine nun kleinere Fläche des Schlüsselrückens, was im Endeffekt einen größeren Verschließ bedeutet?!
Hallo, ich habe nun einen Detect 3000 mit eben diesen drei Wellen oben auf dem Rücken vorliegen. Auf Zylinderseite kann ich keine passenden Einkerbungen oä. sehen, welche evtl. das Einführen eines alten Schlüssels ohne diese Wellen verhindern könnten. Wenn jetzt das neue Patent allein auf den Wellen beruht, welche aber im Zylinder gar nicht abgefragt werden, erschließt sich mir das Patent auch nicht so richtig. :no:

Das mit dem Abreiben der Kernstifte, wenn der Schlüssel einmal 180 Grad gedreht ist, könnte ich mir evtl auch vorstellen, da ja keine glatte Kante wie beim Detect3 oder auch normalen Schlüsseln darüber reibt, sondern eine dreiwellige Oberfläche.

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Re: BKS Detect3 Wie sicher ist es?

Beitrag von mhmh »

Der Patentanwalt schrieb dazu: "Durch eine solche Ausgestaltung ergeben sich mehrere definierte Auflagepunkte (bspw. Linienkontakte oder Flächenkontakte) zwischen Schlüsselrücken und der Anlagefläche (Innenumfangsfläche der Kernbohrung) im Schließzylinder, wodurch sich eine optimierte Stabilisierung des Schlüsselschafts im Schlüsselkanal erreichen lässt. Es ergibt sich eine bessere Abstützung des Schlüssels im Schlüsselkanal, da das Risiko eines Verkantens reduziert ist. Durch eine Ausgestaltung mit mehreren Auflagepunkten ist das Risiko von punktuellem Verschleiß am Schlüsselrücken reduziert. Der Kontakt zu der Anlagefläche im Schließzylinder erfolgt über mehrere Kontaktpunkte. Hieraus ergibt sich eine längere Standzeit von Schließzylinderschlüssel und Schließzylinder. Dies trägt zu einem dauerhaft zuverlässigen Betrieb bei."
--> angeblich reduzierter Verschleiss am Schlüssel.

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