Stiftqualität und pickbarkeit

Zerstörungsfreie Schlossöffnung, Fragen zu den verschiedenen Werkzeugen und freier Informationsaustausch zum Thema Lockpicking

Moderatoren: Retak, Mr. Smith, Crocheteur

  • Beitrag 10. Okt 2017 21:40

Re: Stiftqualität und pickbarkeit

boianka hat geschrieben:
alex heinz hat geschrieben:@bioanka: ein anderer user sieht es aber anders und sagt man kann stifte entfernen ohne das man das merkt...

Klar, wenn es ein unbedarfter Nutzer eines Zylinders ist, merkt der evtl. wirklich nicht den unterschiedlichen Widerstand beim Einstecken des Schlüssels, aber bei Dir würden garantiert sofort alle Alarmglocken klingeln !

Man muss doch nicht einmal Stifte komplett entfernen um den Zylinder leicht pickbar oder rakbar zu machen, man kann einfach die bestehenden Stifte durch sehr pickfreundliche ersetzten. Bei fiesen Schließungen kann man ja mehrteilige Stifte nehmen, so wie es in größeren Schließanlagen üblich ist. Insofern kann man die Frage, ob die Stiftqualität Einfluss auf die pickbarkeit hat, schon mit ja beantworten, dies hat aber nichts mit dem Material der Stifte zu tun. Aber mal ehrlich, wenn man den Zylinder schon in der Hand hat kann man sich auch einfach anhand der Schließung seinen eigenen Schlüssel erstellen. Ohne Ausbau wird jedoch niemand Stifte entfernen oder verändern können, zumindest nicht so dass der Zylinder anschließend noch funktionstüchtig ist. Und wer beim manipulieren ein bisschen vorsichtig ist beschädigt weder das Schließblech noch einen evtl. vorhandenen Kernziehschutz.

Wie sehr die Picksicherheit unter solchen Plättchen leiden kann ist übrigens in diesem Video zu einem EVVA GPI gut zu sehen: https://youtu.be/c_GARyzanTs

Edit: Bevor jemand meckert, so etwas geht natürlich nicht mit allen Zylindern. ;)
Piel
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  • Beitrag 10. Okt 2017 22:19

Re: Stiftqualität und pickbarkeit

Ich habe auch schon häufig beobachtet dass durch den Einsatz von Schließanlagen-Blättchen die Nachsperrsicherheit sehr leidet. Manche Zylinder bzw. Profilserien sind ganz klever konstruiert, jedoch werden dann höchst komplexe Schließanlagen gebaut, wo viele Schlüsselberechtigungen pro Zylinder gemacht werden. Bei einem Haupteingang passen diverse Gruppenschlüssel und Einzelschlüssel, und genau der Zylinder der Eingangstüre sollte bei einem Gewerbegebäude den Gebäudeabschlüss nach Geschäftszeit sicher stellen. Bei einem Treppenhaus eines Wohnblocks es wiederum eher uninteressant ist, hier leidet meist nur die Funktionssicherheit und Langlebigkeit durch die vielen vielen Anlagenscheiben.
0hne meinen A l u h u t könnte ich den Schwachsinn auf diesem Planeten nicht ertragen ...
Christian
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  • Beitrag 11. Okt 2017 10:15

Re: Stiftqualität und pickbarkeit

Das mit dem stifte entfernen ist tatsächlich eigentlich ziemlicher Schwachsinn. Wenn man das schloss schon zerlegt hat kann man einfach einen Rohling in den Kern schieben und dann runterfeilen bis alle Stifte bündig sind. Das bekommt man sogar als Laie so gut hin dass er schließt. Das manipulieren wäre höchstens für gefakte youtube videos interessant :p
Corrosive
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  • Beitrag 11. Okt 2017 11:25

Re: Stiftqualität und pickbarkeit

Ein bekannter deutscher Schlosshersteller hat auf diese Weise mal Z-Schliessanlagen gebaut. Auf den Positionen, wo die Stifte der Einzelzylinder sich unterschieden hat man im Z-Zylinder die Stifte weggelassen. Der Z-Zylinder enthielt dann nur 3 Stifte statt 5 oder 6.
Retak
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  • Beitrag 11. Okt 2017 20:31

Re: Stiftqualität und pickbarkeit

Retak hat geschrieben:Ein bekannter deutscher Schlosshersteller hat auf diese Weise mal Z-Schliessanlagen gebaut. Auf den Positionen, wo die Stifte der Einzelzylinder sich unterschieden hat man im Z-Zylinder die Stifte weggelassen. Der Z-Zylinder enthielt dann nur 3 Stifte statt 5 oder 6.

Angenommen ich habe in dem Zylinder ein kurzen Stift der mit 4 oder 5 dünnen Aufbauplättchen ist, der hat ohnehin keine "Sperrwirkung" ... könnte man m.E. auch weg lassen ... zumindest wird so ein Zylinder der einfach nur 3 normale Stifte hat für solche großen Häuser ein stabiler und zuverlässiger "Alltagsbegleiter" sein.
Ich habe schon mal einen Haustürzylinder gesehen der nur 2 normale Stifte hatte, vermutlich war es auch der gleiche Härsteller den Retak meint ... (Das Profil, und die Art der Numerierung ließen mich vermuten das es Keine "Selbstbau-Anlage" war)

Währ ich ein Zylinderschlosshersteller, würde ich mir vielleicht überlegen ob man einen speziellen Zylinder baut der die Stifte auf "Zwischenposition" hat, währ doch für große "Mietbunker" eine guter Lösungsansatzt für Z-Anlagen wo die Korridortüren wirtschaftliche 5-Stiftzylinder haben sollen. Ansatzweise hat ja Winkhaus mit seinem "ZRV-System" in diese Richtung gedacht, und EVVA wollte mal gegen Schlagschlüssel die Stiftabständen variieren ...
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  • Beitrag 12. Okt 2017 01:28

Re: Stiftqualität und pickbarkeit

Keso (und wahrscheinlich auch Kaba ua.) macht es ja so, dass man die Haustürschliessung auf andere Positionen bohrt als die Wohnungsschliessung. So hat man sowohl in der Haustür als auch in der Wohnung einen vollwertigen Zylinder mit Einzelschliessung. Günstiger Nebeneffekt ist noch, dass aus einem entwendeten Z-Zylinder keine hausinternen Schliessungen auslesbar sind.
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  • Beitrag 13. Okt 2017 18:19

Re: Stiftqualität und pickbarkeit

Retak hat geschrieben:Keso (und wahrscheinlich auch Kaba ua.) macht es ja so, .....
das mit diesen Bohrmuldensystemen hatten wir ja hier im Forum schon häufiger erwähnt ....
(Winkhaus-X-Tra, BKS_Janus ) währen weitere Beispiele dieser Bauweise.

Ich meinte es bezogen auf normale Zackenschlüsselsysteme ... mit gewissen Einschränkungen (je nach Stiftabstand) könnte man da scher auch so etwas basteln ...
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  • Beitrag 14. Okt 2017 23:16

Re: Stiftqualität und pickbarkeit

Assa hat das mal gemacht, war ähnlich dem ZRV, aber mit variablen Stiftspitzen. Ich weiss aber nicht, obs das noch gibt, real gesehen hab ich es nie.
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  • Beitrag 21. Okt 2017 20:27

Re: Stiftqualität und pickbarkeit

Bei uns wir haben Keso, aber meisten A2P General-Hauptschlüsselanlagen sind Radial NT+, ein normales NT hat 12 Stiften aber ein General-Hauptschlüsselanlagen hat bis zum 32 Stiften.

alex heinz hat geschrieben:Achso jetzt raffe ich das :D bei der Kripo sagte man mir, dass gepickte Zylinder klemmen und wackelig werden. warum tun sie das. passiert das wenn man die federn überlastet beim raken oder passiert das wenn man den Spanner mit gewallt dreht und wenn noch ein bisschen wiederstand da ist?


Fast alles Zylinders klemmt nicht nach ein nachsperren aber ich habe ein mal ein Dom 5Kg nachsperren und nach der Zylinder klemmt ein bisschen, ein keso konnte auch klemmen ;)

ABER

Das Problem ist wenn Jemand die Tür mit der Schlüssel ziehe der Zylinder werde auch start klemmen.

Ich habe ein Kunde er hat ein Mul-t-lock Zylinder und der Zylinder klemmt ein bisschen das Zylinder war 5 Jahres alt, ich habe ein Keso 2000 installieren un 3 tag später der Keso klemmt.

Ich habe zu seine Frau gesagt - Das ist nicht normal ein Keso konnte 20 Jahres funktionieren ohne Problem.
Sie müssen mit alles Bewohner reden und niemand zieh die Tür mit der Schlüssel ab heute, 10 Jahres später der Zylinder funktionieren ohne klemmen.

alex heinz hat geschrieben: kann man bei einem Zylinder die stifte so kaputt machen das man mit einem ruck immer wieder sofort aufpicken kann ohne das der Hauseigentümer das merkt wenn er auf und abschliesst?


Das glaube ich nicht, aber ich habe zwei altes Medeco nachsperren und ich habe das Gefühl ich habe nur die fünf Stiften nachsperren die sidebar bleibt gesetzt ohne der Schlüssel, ich glaube für Medeco es gibt ein mittel für der sidebar neutralisieren.

Ich kenne nicht alles Zylinders in Deutschland aber es gibt vielleicht ein paar Zylinders mit der Medeco Problem.

Wenn jemand gib mir ein liste von Deutscher Zylinders ich konnte das sehen. :D

Bei uns wir haben mindestens dieses Zylinders mit diesem Problem
Pollux, CR, Izis , JPM 405 usw, aber für unsere Zylinder der Benutzer konnte das fühlen und es gibt Spuren. ;)

alex heinz alles ich habe gesagt bleibt sehr theoretisch ;)

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