Verschleiß von EVVA ICS, 4KS und MCS

Zerstörungsfreie Schlossöffnung, Fragen zu den verschiedenen Werkzeugen und freier Informationsaustausch zum Thema Lockpicking

Moderatoren: Retak, Mr. Smith, Crocheteur

  • Beitrag 10. Aug 2018 20:36

Re: Verschleiß von EVVA ICS, 4KS und MCS

fripa10 hat geschrieben:Die Verarbeitungsqualität bei EVVA hat leider in den letzten Jahren tatsächlich spürbar gelitten, die haben es wohl nicht mehr nötig.


Das kann ich leider bestätigen:

Zumindest kamen die zwei nachbestellten Halbzylinder zur EPS-Anlage völlig zerkratzt bei mir an, und einer davon war auch etwas 'hakelig'.
Die Verpackung war o.k., jeder Zylinder war in Folie eingeschlagen.

Ich habe den Zylinder dann zerlegt und die Grate abgefeilt, aber eigentlich dürfte das bei einem Stückpreis von ca. 75 EUR nicht passieren.
meister
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  • Beitrag 10. Aug 2018 21:14

Re: Verschleiß von EVVA ICS, 4KS und MCS

Ich habe hier noch MCS aus 2006, die sind ohne jeden Makel, dann habe ich einen aus 2015, da sieht die Vernickelung des Gehäuses aus als hätte man sie mit einer Drahtbürste beharkt. Auch sind die Modulteile zur Verlängerung teils nicht mehr vernickelt, sondern roh. In der Wohnung würde ich sowas nicht haben wollen, daher habe ich den Zylinder dann in der Garage verbaut.
"Denn die Verneinung der Ortsüblichkeit setzt zwingend voraus, daß es eine ortsübliche Einfriedung gibt. Läßt sich eine solche nicht feststellen, kann es keine Einfriedung geben, die nicht ortsüblich ist." BGH, Urteil vom 17. Januar 2014, V ZR 292/12
fripa10
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  • Beitrag 10. Aug 2018 21:35

Re: Verschleiß von EVVA ICS, 4KS und MCS

Mein evva dpi hatte nach 2 Jahren eine kaputte Kupplung und war in unter 5 Minuten aufgefräst! Ich habe den Eindruck das Evva zwar eh nach Model schwierig spurlos zu öffnen ist , dafür aber eventuell nicht sehr stabil ist in Richtung Verschleiß und Zerstörung sowie schlecht verarbeitet und nicht sehr präzise gebaut ist, teils schwergängig ist !

Außen habe ich deswegen Dom und keso die scheinen mir als leie stabiler und langlebiger wenn man sie pflegt ! Ein Dom ix6 ist nicht so schnell zerstört siehe stahlstifte etc. Und picken gelingt auch nur Profis ! Glaube nicht das Einbrecher Dom ix6 Saturn oder twinstar überwindet oder kaputt macht, die kommen dann eher durchs Fenster

Bei mir gibt’s Evva jedenfalls nur noch für den Innenbereich sowie keine neu Käufe mehr , auch wenn Profis auf die Zylinder außen bauen die im Gegensatz zu mir Ahnung haben .

Dann nehme ich lieber direkt von bks elektrozylinder außen als ein Eva Mcs wenn es um Picking Barriere geht die überdurchschnittlich gut sein soll :D

spätestens mit Kabel gebundener Alarmanlage , Kamera Überwachung war es das mit dem Wahn das der Schutz sich Zutritt verschafft und es reicht ein einfaches dimple lock , mit ziehschutzrosette was ein Bruchteil von Evva kostet wenn man gut einkauft :respekt:
Moldovan
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  • Beitrag 11. Aug 2018 10:32

Re: Verschleiß von EVVA ICS, 4KS und MCS

Naja, also mit fräsen dürfte so ziemlich jeder Profilzylinder in unter 5 min überwunden sein, selbst die hochgelobten KESO. Ob der DPi überhaupt mit einem Bohrschutz versehen war, ist die nächste Frage. Der DPi ist auch in der EVVA-Hirarchie ziemlich weit unten angesiedelt, nahe einem Standardzylinder, da sollte man keine Eigenschaften erwarten, wie bei einem Zylinder für 180 Euro oder mehr.

Die Qualitätseinbußen in den letzten Jahren sind allerdings nicht akzeptabel und werfen die Frage auf, ob sich EVVA das inzwischen womöglich in Billiglohnländern fertigen läßt und allenfalls noch die Endmontage in Wien erledigt. An sich liefern die Ösis eigentlich eine Qualität, die der deutschen sehr nahe ist. Von GeGe habe ich noch nie einen nicht erstklassig verarbeiteten Zylinder gesehen, die sind top. Und EVVA konnte das ja auch Jahrzehnte lang besser.

Die Lebenserwartung speziell von Not- und Gefahrenkupplungen liegt generell niedriger als die der Standardkupplungen und da hat das Nutzungsverhalten auch einen großen Einfluß. Stichwort immer auf einer Seite steckenbleibender Schlüssel; schwergängiges Einsteckschloß bzw. schwergängige MFV.
"Denn die Verneinung der Ortsüblichkeit setzt zwingend voraus, daß es eine ortsübliche Einfriedung gibt. Läßt sich eine solche nicht feststellen, kann es keine Einfriedung geben, die nicht ortsüblich ist." BGH, Urteil vom 17. Januar 2014, V ZR 292/12
fripa10
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  • Beitrag 11. Aug 2018 11:01

Re: Verschleiß von EVVA ICS, 4KS und MCS

Der Dom Diamant ist wohl tatsächlich der einzige Zylinder der mehr ab kann ! Doch irgendwie wundert mich das ,weil ein keso s4000 in Chrom Nickel stahl sollte doch ziemlich hart zu fräsen sein und icke glaube das ziehen wegen dem Rotor auch kein Pappenstiel sein sollte ! Ich jedenfalls dachte immer das man für keso in Chrom Nickel stahl sowie für Dom Diamant keine ziehschutzrosette braucht wenn man sicher leben will weil wenn bündig verbaut kein zerstören möglich ohne sehr viel Aufwand den Einbrecher normal nicht in Kauf nehmen! Die machen dann lieber Loch in die Tür wie ich letztens sah und krabbeln rein! Ach und ich selber habe mit akkubohrer 80 Minuten gebraucht bis ein Abus Standart Zylinder der nicht mehr aufsprang ganz durch war und raus flog sodass mir nur Architekten Schlüssel blieb ...das Thema Einbruch über bohren,fräsen ist so für mich eh durch weil für Langfinger unergiebig wegen Krach und Aufwand der enorm ist
Moldovan
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  • Beitrag 11. Aug 2018 12:07

Re: Verschleiß von EVVA ICS, 4KS und MCS

Bei einem DOM Diamant, Abloy Protec 2 mit Stahlgehäuse oder bei einem KESO 4000S der höchsten Schutzstufe VdS BZ(+) (Modell 41.228 bzw. 41.257) nicht unbedingt einen Schutzbeschlag, aber es schadet auch nicht wenn man einen hat. Beim DOM Diamant und beim Abloy Protec wird es natürlich schwierig einen geeigneten Beschlag zu finden, für die Abloy Zylinder gibt es entsprechende Beschläge, zum Beispiel den CH 101 oder den CH 102. Professionelle Einbrecher werden sich sicherlich einen anderen Weg ins Haus bzw. die Wohnung suchen, aber es gibt ja auch andere Zeitgenossen die sich nicht mit solchen Schlössern auskennen und einen einfach nur ärgern wollen.

Zum Thema Zuverlässigkeit von DOM Zylindern: Zumindest bei den iX Zylindern habe ich einige Ausfälle gehabt, hier liegt z.B. aktuell noch ein Halbzylinder rum welcher extrem hakelig ist. Dieser war mal in einer Garage eingebaut, ich vermute mal dass im der Einsatz im Außenbereich nicht gut bekommen ist. Aber auch ein Zylinder von einer Zwischentüre hat nach wenigen Jahren den Geist aufgegeben, mit ähnlichen Symptomen.

Zum Thema EVVA und deren Qualität: Ich glaube nicht dass die schlechte Verarbeitungsqualität in direkten Zusammenhang mit einer Fertigung im Ausland steht, dafür habe ich schon zu viele Zylinder Made in China gesehen die Top verarbeitet waren. Entweder hat EVVA Probleme mit den internen Abläufen, oder es sind Sparmaßnahmen die dazu führen dass Teile welche eigentlich Ausschuss sind trotzdem verwendet werden. Langfristig tut sich EVVA damit aber sicherlich keinen gefallen, man kann ein Unternehmen nämlich auch zugrunde sparen.
Piel
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  • Beitrag 11. Aug 2018 13:47

Re: Verschleiß von EVVA ICS, 4KS und MCS

Piel hat geschrieben:beim Abloy Protec wird es natürlich schwierig einen geeigneten Beschlag zu finden


Die IKON Stahlbeschläge mit Kernziehschutz (Serie S 400) passen einwandfrei, d.h. der Schlüssel passt durch den Schlitz.
mhmh
Franzose...
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  • Beitrag 11. Aug 2018 15:44

Re: Verschleiß von EVVA ICS, 4KS und MCS

fripa10 hat geschrieben:[...] Stichwort immer auf einer Seite steckenbleibender Schlüssel; [...]

Sollte man das nicht tun?

meister hat geschrieben:[...] Ich habe den Zylinder dann zerlegt und die Grate abgefeilt, aber eigentlich dürfte das bei einem Stückpreis von ca. 75 EUR nicht passieren.

Den drei Jahre alten MCS habe ich noch hier, da könnte man (nicht ich [obwohl, wenn ich das Werkzeug hätte ...]) mal hineinsehen, wie die Qualität des Inneren aussieht.
Kaulquappe
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  • Beitrag 11. Aug 2018 15:52

Re: Verschleiß von EVVA ICS, 4KS und MCS

fripa10 hat geschrieben:Naja, also mit fräsen dürfte so ziemlich jeder Profilzylinder in unter 5 min überwunden sein, selbst die hochgelobten KESO. Ob der DPi überhaupt mit einem Bohrschutz versehen war, ist die nächste Frage. Der DPi ist auch in der EVVA-Hirarchie ziemlich weit unten angesiedelt, nahe einem Standardzylinder, da sollte man keine Eigenschaften erwarten, wie bei einem Zylinder für 180 Euro oder mehr.



Ich erinnere mich an einen Auftrag, war ein Basi K10 oder sowas mit Kermikeinlagen.
Schon mal rot glühende Keramik gesehen ?
Der Misthaken hat mich über eine halbe Stunde lang beschäftigt.
Der Beschlag mit KZA hat es aber überlebt und somit ist es dann wiederum in Ordnung.

Was die Materialbeständigkeit angeht finde ich die EVVA- Dinger genauso grottig wie CES.
Die Schließkanäle vergrößern sich gefühlt schnell.
Nach wenigen Jahren Kernspiel so daß Gehäuse und Kernbohrung nicht mehr genau übereinander liegen.
Das merkt man dann wenn die Schlüssel nur schwer abzuziehen gehen.

Ich habe erst letztens wieder welche wegen hakelieger Schlüssel raussgeworfen.
Die liefen erst etwa 5 Jahre in einer Wohnungstüre.
Aber EVVA ist sowieso nicht auf meinem Speiseplan.

Gruß
Selflockmaster
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  • Beitrag 11. Aug 2018 16:01

Re: Verschleiß von EVVA ICS, 4KS und MCS

Dann hoffe ich, dass ich die Wahl nicht im Nachhinein bereuen werde. Ich ging nämlich schon davon aus, dass das MCS sehr lange halten wird.
Kaulquappe
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