Zylindertausch

Zerstörungsfreie Schlossöffnung, Fragen zu den verschiedenen Werkzeugen und freier Informationsaustausch

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Küchenhilfe
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Re: Zylindertausch

Beitrag von Küchenhilfe »

Hallo Die Runde
Kampf Gegen Windmühlen bei uns ist es ganz einfach kommen die berechtigten nicht rein wird der Zylinder gewaltsam entfernt und gegen einen Neuen Anlagenzylinder getauscht.
Hab ich immer um die 20 stück in reserve.

Mfg
Frank

naturelle
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Re: Zylindertausch

Beitrag von naturelle »

fripa10 hat geschrieben:Auch kann sich die Rechtsprechung dazu in 39 Jahren völlig anders darstellen. Die Frage des eigenen Zylinders in einer Wohnheimtür wird sich gar nicht so selten stellen, wenn man das bedenkt ist es schon recht seltsam, daß man auf ein 39 Jahre altes Urteil verweisen muß, um die Rechtsauffassung des Zylinderwechslers wenigstens mit einem einzelnen Urteil zu stützen.
Nun, da es offensichtlich keine gegenteilig lautenden Urteile gibt - zumindest keine, die einen vergleichbaren Bekanntheitsgrad erreicht haben - wird es wohl durchaus Bestand und auch eine gewisse Aussagekraft haben.

Janvi
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Re: Zylindertausch

Beitrag von Janvi »

> Und in diesen Verhältnissen willst Du teure elektronische Schlösser einsetzten?

am Haupteingang hat sich ein (chinesischer) RFID Leser bereits bestens bewährt. Bei Direktbestellung über Amazon sind die alles andere als teuer und die Haustüre verfügt sowieso über einen elektrischen Magnetöffner. Die Inbetriebnahme ist deshalb trivial. Anders ist das bei T30RS Zimmertüren auf den notwendigen Flur wo man die komplette Tür austauschen müsste. Weil ich wenig 'Erfahrung damit habe, wollte ich mal wegen diesen teuren Zylindern nachfragen ob die vielleicht entsprechend anspruchsvolle Features haben. Teuer ist die Sache sowieso, insbesondere die Strafe (pro Kopf und Monat !) welche die Gemeinde von meiner Gewerbesteuer an den Bund zahlen muß, wenn sie die ihr zugeteilte Anzahl an Asylanten nicht unterbringen kann. Das summiert sich innerhalb von 2-3 Jahren auf den Baupreis einer entsprechenden Unterkunft. Für diese gibte es aber nicht so schnell eine Genehmigung weil die Anwohner Sturm laufen und Gemeinden <20.000 Einwohner können sich das nicht selbst genehmigen sondern sind auf die Dienste der unteren Baurechtsbehörde des Landratsamts angewiesen.

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Re: Zylindertausch

Beitrag von mhmh »

@naturelle, auch in Anführungszeichen solltest Du Menschen nicht als Müll bezeichnen

naturelle
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Re: Zylindertausch

Beitrag von naturelle »

Janvi hat geschrieben:Gemeinden <20.000 Einwohner können sich das nicht selbst genehmigen sondern sind auf die Dienste der unteren Baurechtsbehörde des Landratsamts angewiesen.
Wenn das die gesetzten Voraussetzungen sind, sind die Politiker vor Ort unfähig. Es gibt genug Städte und Gemeinden, wo solche Unterbringungen schon wieder geschlossen sind oder werden, weil der Bedarf fehlt. Da stimmt wohl der Verteilungsschlüssel nicht so ganz...

naturelle
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Re: Zylindertausch

Beitrag von naturelle »

mhmh hat geschrieben:@naturelle, auch in Anführungszeichen solltest Du Menschen nicht als Müll bezeichnen
Ich habe keine Menschen als Müll bezeichnet, sondern ein antisoziales Verhalten einer Gruppe von Menschen. Bitte nicht einfach willkürlich Worte aus dem Sachzusammenhang nehmen für eine eigene Interpretation.

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Re: Zylindertausch

Beitrag von mhmh »

naturelle hat geschrieben:Ich habe keine Menschen als Müll bezeichnet, sondern ein antisoziales Verhalten einer Gruppe von Menschen.
Aha, Du wolltest eine Verhaltensweise als "Restmüll" bezeichnen. Na dann.
Bitte drücke Dich doch in Zukunft klarer aus, so dass Du nicht etwa noch unabsichtlich provozierst.

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Re: Zylindertausch

Beitrag von Janvi »

Die Sache mit dem Verteilschlüssel ist so, daß es sich nicht um Erstunterkünfte sondern und eine Folgeunterbringung handelt. Allemal ist die Wohnungssituation in der Nähe von Großstädten überall ziemlich angespannt und die Preise ziehen für alle an so daß Asylanten gar keine Chancen auf dem freien Markt haben und das über eine gesetzliche Art von Vormundschaft der Gemeinde geregelt werden muß. Nachdem die Gemeinde mit viel Busgeld bluten musste, wurde wurde hierzu ein leerstehendes Industriegebäude mit viel Augenzudrücken beim Brandschutz und einer Brandmeldeanlage als Ausgleichsmaßnahme ertüchtigt. Der Mehrgrößen-Rauchmelder hat im betreffenden Fall eine Verschmutzung an der BMA gemeldet nach dessen Ursache der Gebäudebesitzer am Folgetag recherchieren wollte. Dabei ist er wegen ausgewechseltem Zylinder nicht mehr reingekommen weshalb natürlich nicht aufgebrochen wurde da keine Gefahr in Verzug erschien. Das sind natürlich typische Angelegenheiten wo die Dienste örtlich bekannter Picker stark gefragt werden. Der Rauchmelder stellte sich dann auch prompt als manipuliert heraus.

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Re: Zylindertausch

Beitrag von fripa10 »

Piel hat geschrieben:Fällt Dir was auf Fripa? Ich habe keine Ahnung wie Du darauf kommst dass ich von einer "gefestigte Rechtsprechung" ausgehe. Soweit ich sehe auch decoder und mhmh nicht.
Na dann sind wir uns ja einig, daß es dazu keine gefestigte Rechtsprechung gibt, sondern offenbar vielmehr lediglich eine einzelne und noch dazu 39 Jahre alte Entscheidung eines Amtsgerichts, von denen täglich Tausende fallen und von denen wiederum ein beträchtlicher Teil in höheren Instanzen keinen Bestand hat. Einen allgemeinen Wert zur Klärung der Rechtslage kann man dem Amtsgerichtsurteil jedenfalls nicht beimessen, jeder andere Richter kann es anders beurteilen und anders entscheiden. Deshalb ist es wenig hilfreich auf ein solches Urteil zu verweisen, dessen allgemein rechtsbildender Wert auch nicht dadurch steigt, daß man, vermutlich in Ermangelung anderer, oder anderer diese Rechtsauffassung stützender Entscheidungen, auf dieses im Internet womöglich öfter verwiesen wird.

In der Praxis ist es so, daß in bestimmten Einrichtungen auch das Personal Zugang zu den bewohnten Räumen Dritter hat, beispielsweise der Hausmeister, Zimmermädchen und Hotelchef, das Personal in Reha-Einrichtungen oder Krankenhäusern, das Personal in Einrichtungen zur Betreuung psychisch Kranker, die Justizvollzugsbeamten zu den Hafträumen. Auch die Wohnheime für Studenten verwenden üblicherweise Schließanlagen mit übergeordneten Schlüsseln, so daß mindestens der Hausmeister Zutritt zu den Räumen hat. Das erscheint auch sinnvoll, da solche Objekte regelmäßig in den Semesterferien auf Wochen unbewohnt sind und der Hausmeister nicht durch die verschlossene Tür prüfen kann, ob etwa im Winter der jeweilige Heizkörper funktioniert und ein Einfrieren mit massiven Folgeschäden für das Gesamtobjekt verhindert ist. Diese Situation, daß zeitgleich alle "Mieter" eines Hauses wochenlang nicht da sind, kann man nicht mit einer normalen Mietwohnung gleichstellen.

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Re: Zylindertausch

Beitrag von Piel »

Janvi hat geschrieben:am Haupteingang hat sich ein (chinesischer) RFID Leser bereits bestens bewährt. Bei Direktbestellung über Amazon sind die alles andere als teuer und die Haustüre verfügt sowieso über einen elektrischen Magnetöffner. Die Inbetriebnahme ist deshalb trivial. Anders ist das bei T30RS Zimmertüren auf den notwendigen Flur wo man die komplette Tür austauschen müsste. Weil ich wenig 'Erfahrung damit habe, wollte ich mal wegen diesen teuren Zylindern nachfragen ob die vielleicht entsprechend anspruchsvolle Features haben. Teuer ist die Sache sowieso, insbesondere die Strafe (pro Kopf und Monat !) welche die Gemeinde von meiner Gewerbesteuer an den Bund zahlen muß, wenn sie die ihr zugeteilte Anzahl an Asylanten nicht unterbringen kann. Das summiert sich innerhalb von 2-3 Jahren auf den Baupreis einer entsprechenden Unterkunft.
So etwas ähnliches wurde auch an den Haupteingängen am Kölnberg installiert, um zu verhindern dass sich Junkies in den Fluren ihren Schuss setzten, natürlich entsprechend gegen Vandalismus geschützt. Ich dachte halt an die normalen elektronischen Schließzylinder zum Austausch der normalen PZ. Ich fürchte halt dass die nicht lange halten bzw. schnell verschwinden, selbst mit dieser speziellen Schraube. Türen sind ja auch so eine Sache, in unserer städtischen Notunterkunft werden halt regelmäßig Türen getauscht weil diese zerstört worden sind. Diese Erfahrungswerte sind halt für mich ein Grund möglichst wenig zu investieren, denn bei diesen Personen ist ja nicht viel zu holen. Ich gehe ja mal davon aus dass die Kosten für die verschwunden Zylinder und die zerstörten Dinge bei Besitzer des Heims hängen bleiben?
fripa10 hat geschrieben:Auch die Wohnheime für Studenten verwenden üblicherweise Schließanlagen mit übergeordneten Schlüsseln, so daß mindestens der Hausmeister Zutritt zu den Räumen hat. Das erscheint auch sinnvoll, da solche Objekte regelmäßig in den Semesterferien auf Wochen unbewohnt sind und der Hausmeister nicht durch die verschlossene Tür prüfen kann, ob etwa im Winter der jeweilige Heizkörper funktioniert und ein Einfrieren mit massiven Folgeschäden für das Gesamtobjekt verhindert ist. Diese Situation, daß zeitgleich alle "Mieter" eines Hauses wochenlang nicht da sind, kann man nicht mit einer normalen Mietwohnung gleichstellen.
Deine merkwürdige Rechtsauffassung kenne wir ja bereits, Du bist ja unser Juraprofi. Was Du da schreibst ist alles schön und gut, aber wo genau unterscheidet sich das Wohnheim von einer normalen Wohnung? Auch dort sind die Bewohner mal im Urlaub oder regelmäßig nicht zuhause, da kann der Vermieter auch nicht drauf bestehen einen Zweitschlüssel zu haben um zu kontrollieren ob die Heizung an ist oder die Fenster geschlossen, mag das Haus noch so groß sein. Es müsste aber schon ein wichtiger Unterschied zu einer normalen Mietwohnung vorliegen um das grundlegende Recht des Mieter bzw. Studenten, selbst entscheiden zu können wer Zugang hat, dermaßen einzuschränken. Und dies liegt in einem Wohnheim für Studenten halt nicht vor.
fripa10 hat geschrieben:Deshalb ist es wenig hilfreich auf ein solches Urteil zu verweisen, dessen allgemein rechtsbildender Wert auch nicht dadurch steigt, daß man, vermutlich in Ermangelung anderer, oder anderer diese Rechtsauffassung stützender Entscheidungen, auf dieses im Internet womöglich öfter verwiesen wird.
Doch. Denn dessen Begründung macht das Urteil interessant und hilfreich.
fripa10 hat geschrieben:Diese Situation, daß zeitgleich alle "Mieter" eines Hauses wochenlang nicht da sind, kann man nicht mit einer normalen Mietwohnung gleichstellen.
Warum nicht? Bei uns sind in den Sommer-Schulferien auch ca. 50% nicht da. Umgekehrt waren früher immer mal Studenten auch über Weihnachten im Wohnheim, so traurig dies auch sein mag. :(
fripa10 hat geschrieben:Zimmermädchen und Hotelchef, das Personal in Reha-Einrichtungen oder Krankenhäusern, das Personal in Einrichtungen zur Betreuung psychisch Kranker, die Justizvollzugsbeamten zu den Hafträumen.
Also Fripa, wenn Du jetzt mit der JVA ankommst weiß ich echt nicht mehr weiter. Willst Du mir jetzt ernsthaft in den Mund legen, ich wolle den Knackis das Recht gestatten ihren eigenen Schließzylinder einzubauen? Aber dies passt zu Deinem Diskussionsstil, dass Du Dinge rein wirfst die niemand gesagt hat bzw. die überhaupt nicht vergleichbar sind. :wall:

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