Beratung zu "ungewöhnlicher" Schließtechnik?

Zerstörungsfreie Schlossöffnung, Fragen zu den verschiedenen Werkzeugen und freier Informationsaustausch

Moderatoren: Retak, Crocheteur

Piel
Unverwundbar
Unverwundbar
Beiträge: 1132
Registriert: 7. Feb 2017 21:56
Wohnort: Oberbergischer Kreis

Re: Beratung zu "ungewöhnlicher" Schließtechnik?

Beitrag von Piel »

godben hat geschrieben: 22. Sep 2022 20:58 Was steckt in euren Türen?
EVVA ICS hinter einem Schutzbeschlag von HEWI (Polyamid mit Stahlunterbau). Ist mir sicher genug. Und den durchverschraubten Schutzbeschlag kriegt man auch nicht mal so eben geknackt. In meiner Speichertüre habe ich ein Winkhaus X-Tra, hatte auch schon mal überlegt diesen in meiner Wohnungstür einzubauen.

Achja, meiner Mutter habe ich einen Kaba Gemini eingebaut, den habe ich für einen Fünfer bei Ebay geschossen. Auch ein nettes Schloss, mit einem sehr hosentaschenschonenden und kleinen Schlüssel, aber natürlich nur hinter einem Schutzbeschlag.
Zuletzt geändert von Piel am 23. Sep 2022 19:29, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
rondeLoro
Eigner
Eigner
Beiträge: 2137
Registriert: 4. Sep 2012 21:56
Eigener Benutzer Titel: Schlüsselkind
Kontaktdaten:

Re: Beratung zu "ungewöhnlicher" Schließtechnik?

Beitrag von rondeLoro »

godben hat geschrieben: 22. Sep 2022 20:58
EVVA MCS: "Nicht nachschließbar", aber sehr mäßiger Schutz gegen zerstörende Öffnung
Abloy Protec 2: Guter Pickingschutz, in der VDS+-Variante akzeptabler mechanischer Schutz
Keso 8000 Omega ultra: Mechanisch gut, aber "nur" eine Technologie (dafür ganz gut gemacht)
Die Zusammenfassung ist schon ganz passend. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es aber eben auch bei den Schließzylindern nicht.
Was steckt in euren Türen?
Ein EVVA 3KS plus hinter Schutzbeschlag. Ein Schutzbeschlag sollte grundsätzlich immer vorhanden sein.

Ich könnte mit allen dreien deiner Auswahl gut leben. In der Realität ist eher ein Schutz gegen zerstörende Methoden gefragt. Picking findet in freier Wildbahn recht selten statt. Ich würde mir da am ehesten noch um das sog. Schlagen oder Bumping Gedanken machen. Aber da sind alle deine Kandidaten vor gefeit. Und zufällig passende Schlüssel kannst du bei denen auch ausschließen. EVVA hat meines Wissens für den MCS sogar eine Garantie für die Einzigartigkeit einer Schließung gegeben.

Von daher lass vielleicht den Preis entscheiden. Oder wirf ne Münze ;)

fripa10
Unverzichtbar, Unkündbar und Unverwundbar
Unverzichtbar, Unkündbar und Unverwundbar
Beiträge: 6502
Registriert: 1. Apr 2010 18:14
Eigener Benutzer Titel: .

Re: Beratung zu "ungewöhnlicher" Schließtechnik?

Beitrag von fripa10 »

godben hat geschrieben: 22. Sep 2022 20:58 EVVA MCS: "Nicht nachschließbar", aber sehr mäßiger Schutz gegen zerstörende Öffnung
Wenn man das so sehen will. Mit einem Kernziehschutz davor ist diese Schwachstelle beseitigt. Außerdem kenne ich keinen anderen Profilzylinder, der sich angenehmer bedienen läßt. Da der Schlüssel in einen nahezu leeren Schlüsselkanal gleitet, flutscht er rein wie in weiche Butter. Der Schlüssel wird senkrecht eingeführt, was der natürlichen Handhaltung entspricht. Durch den modularen Aufbau kann der MCS weiterverwendet werden, falls man Tür oder Beschlag wechselt oder umzieht. Der MCS ist auch sehr langlebig, ich nutze das System seit Jahrzehnten und bin damit hoch zufrieden.

Benutzeravatar
mhmh
Unbeschreiblich
Unbeschreiblich
Beiträge: 3615
Registriert: 5. Apr 2006 12:45
Eigener Benutzer Titel: Franzose
Wohnort: bei Muenchen

Re: Beratung zu "ungewöhnlicher" Schließtechnik?

Beitrag von mhmh »

Also ich sage nicht, dass Einbrecher das in der Praxis tun, aber durch einen Kernziehschutz hindurch kann man durchaus fräsen. Die deutschen Schlüsseldienst-Werkzeug-Anbieter haben das dafür passende Werkzeug im Programm.

Piel
Unverwundbar
Unverwundbar
Beiträge: 1132
Registriert: 7. Feb 2017 21:56
Wohnort: Oberbergischer Kreis

Re: Beratung zu "ungewöhnlicher" Schließtechnik?

Beitrag von Piel »

fripa10 hat geschrieben: Heute 00:30 Außerdem kenne ich keinen anderen Profilzylinder, der sich angenehmer bedienen läßt.
Und ich kenne keinen anderen Profilzylinder, bei dem die Magnetpillen entweder teilweise oder ganz herausfallen.

Die Herstellungsqualität hat leider bei EVVA auch massiv nachgelassen, daher würde ich mir gut überlegen so viel Geld für einen MCS auszugeben. Für normale Haushalte finde ich den Zylinder einfach viel zu überteuert.

Ich erinnere da nur mal an diesen Thread, dies ist aber nicht der einzige Bericht zum MCS den ich kenne. Was die Verarbeitungsqualität bei meinem ICS angeht bin ich auch alles andere als zufrieden. Aber immerhin funktioniert er einwandfrei.

Antworten