Hersteller: Fa. Gustav Ringelhahn (DDR)
Modell: unbekannt
Baujahr: ca. 1930er bis 1960er
Danke an Retak für die ergänzenden Informationen.
Guri Steckschlüssel
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Guri Steckschlüssel
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Re: Guri Steckschlüssel
Das Modell kam bereits in den 30er Jahren auf den Markt, hergestellt von der Fa. Gustav Ringelhahn (daher die Marke "GURI") in Dresden. Gebaut wurde das bis Mitte/ Ende der 80er. Das gab es auch als Kabelschluss zur Fahrradsicherung und war in dieser Form im Osten Deutschlands sehr weit verbreitet.
- TeddyMcFly
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Re: Guri Steckschlüssel
Das Schloss wurde in verschiedenen Versionen mit bis zu 6 Zuhaltungen gebaut. Meist findet man die Version mit 5 Zuhaltungen, erkennbar an den 5 eingestanzten Zahlen von 0 bis 9. Die 6-stellige Nummernfolge auf dem Schlüssel vom Foto deutet auf ein Schloss mit 6 Zuhaltungen hin, allerdings würde ein Schlüssel mit jeweils drei Erhebungen an Ober- und Unterseite des Stechschlüssels nicht in die Schloss-Öffnung des Guri auf dem Foto passen. Kann jemand diesen Widerspruch auflösen?
LG aus Bochum
Ted
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- Retak
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Re: Guri Steckschlüssel
Ich würde sagen, der Code ist 51357 13574, die 5 dient wohl als Dummyziffer nur zur Verschleierung. Erinnert mich an die Winkhausschlüssel, wo der Code auch im Klartext draufsteht und durch eine vorgangestellte und/oder angehängte 9 (die Schliesswerte gehen nur bis 8 ) "getarnt" werden sollte.
Zuletzt geändert von Retak am 5. Apr 2026 20:30, insgesamt 1-mal geändert.
- TeddyMcFly
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Re: Guri Steckschlüssel
Das wäre eine Erklärung. Allerdings habe ich bei der Suche nach Guri-Schlüsseln immer nur welche mit 5 Ziffern gefunden. Sind die 6-stelligen Schlüssel im Netz nur unterrepräsentiert oder wirklich eher die Ausnahme?
- TeddyMcFly
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Re: Guri Steckschlüssel
Mir fällt gerade auf: Es ist wohl die erste Ziffer, die 5, die als "Dummy" fungieren soll, ansonsten würden die Ausstanzungen des Schlüssels nicht passen. Die Reihenfolge sieht eher nach 13574 aus.
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Re: Guri Steckschlüssel
Beim Guri Nr. 5 scheint immer eine 5 vorangestellt zu sein. Der Rest ist ganz offensichtlich die Schließung.
- Retak
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Re: Guri Steckschlüssel
Sorry, mein Fehler, 13574 ist natürlich richtig, die Ableserichtung auf dem Schlüssel ist von unten nach oben. Die Position der Ausdrückungen geht von 0 bis 9, 9 ist am weitesten vorn an der Spitze.
Ich hab bei mir gerade mal geschaut, bei meinen Schlössern ist der Code nur 5 stellig, entsprechend den 5 vorhandenen Zuhaltungen, siehe untenstehendes Foto. Es scheint zwischenzeitlich auch noch einen anderen Hersteller (Marke FREDO) gegeben zu haben, wie an dem zweiten Schloss zu sehen ist. Dieses weist gegenüber dem Guri auch geringe konstruktive Unterschiede auf. Sehr selten ist die Diskusform ganz rechts, ich vermute, dass es sich dabei um ein Vorkriegsmodell handelt, das später, zu DDR Zeiten, nicht mehr produziert wurde.
Ich hab bei mir gerade mal geschaut, bei meinen Schlössern ist der Code nur 5 stellig, entsprechend den 5 vorhandenen Zuhaltungen, siehe untenstehendes Foto. Es scheint zwischenzeitlich auch noch einen anderen Hersteller (Marke FREDO) gegeben zu haben, wie an dem zweiten Schloss zu sehen ist. Dieses weist gegenüber dem Guri auch geringe konstruktive Unterschiede auf. Sehr selten ist die Diskusform ganz rechts, ich vermute, dass es sich dabei um ein Vorkriegsmodell handelt, das später, zu DDR Zeiten, nicht mehr produziert wurde.
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- TeddyMcFly
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Re: Guri Steckschlüssel
Danke für die guten Infos! Tatsächlich, ich habe mal neu gesucht und ein Foto von einem Stechschloss-Guri mit geradem Rand gefunden, das ebenfalls eine "5" als erste von 6 Ziffern auf dem Schlüssel hat. Es wäre eine einleuchtende Erklärung.
Vielleicht ist auch ein weiteres Problem mit eurer Hilfe lösbar: In der Patentschrift von 1925 über ein Guri-Schloss fiel mir ein Unterschied zu der Grafik über die Funktion der Zuhaltungen im KoksaWiki auf. Die Zuhaltung hat nicht zwei Haken wie im Wiki gezeichnet, mit der das Zurückschieben des Mechanismus blockiert wird, sondern nur einen. Die Zuhaltung wird dabei nach oben und nach unten eingebaut. Soweit ist die Funktion klar.
Gestolpert bin ich aber über die Beschreibung von "zwei Arten von Zuhaltungen 13 und 14" sofort auf der 1. Seite der Patentschrift. Erst dachte ich, damit wären die zwei Zuhaltungsarten mit Haken nach oben und unten gemeint, aber das ist wohl nicht der Fall. Die Zuhaltung 13 wird abwechselnd mit der Nase nach oben und unten eingebaut. Die Funktion der Zuhaltung 14 wird später in Zeile 80 auf Seite 2 der Patentschrift als Lösung für ein Öffnungsproblem mit 4 gleichen Zuhaltungen beschrieben. Auch mit den angefügten Patent-Zeichnungen ist es mir nicht gelungen, die Funktionsweise dieser mir ominösen "Zuhaltung 14" zu ergründen. Weiß hier jemand mehr?
Vielleicht ist auch ein weiteres Problem mit eurer Hilfe lösbar: In der Patentschrift von 1925 über ein Guri-Schloss fiel mir ein Unterschied zu der Grafik über die Funktion der Zuhaltungen im KoksaWiki auf. Die Zuhaltung hat nicht zwei Haken wie im Wiki gezeichnet, mit der das Zurückschieben des Mechanismus blockiert wird, sondern nur einen. Die Zuhaltung wird dabei nach oben und nach unten eingebaut. Soweit ist die Funktion klar.
Gestolpert bin ich aber über die Beschreibung von "zwei Arten von Zuhaltungen 13 und 14" sofort auf der 1. Seite der Patentschrift. Erst dachte ich, damit wären die zwei Zuhaltungsarten mit Haken nach oben und unten gemeint, aber das ist wohl nicht der Fall. Die Zuhaltung 13 wird abwechselnd mit der Nase nach oben und unten eingebaut. Die Funktion der Zuhaltung 14 wird später in Zeile 80 auf Seite 2 der Patentschrift als Lösung für ein Öffnungsproblem mit 4 gleichen Zuhaltungen beschrieben. Auch mit den angefügten Patent-Zeichnungen ist es mir nicht gelungen, die Funktionsweise dieser mir ominösen "Zuhaltung 14" zu ergründen. Weiß hier jemand mehr?
- Retak
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Re: Guri Steckschlüssel
Die Zuhaltung 14 ist nicht codiert, sie hat die Aufgabe, das Verschieben des Zuhaltungsblocks nach vorn erst freizugeben, wenn der Schlüssel ganz eingesteckt ist. Unter den in der Patentschrift genannten Bedingungen (ähnliche Schliessungen) ist es möglich, dass die codierten Zuhaltungen 13 durch einen falschen Schlüssel bereits vor Erreichen von dessen Endposition korrekt eingestellt werden, wodurch ein Öffnen des Schlosses möglich wäre. Dies verhindert die Zuhaltung 14, da sie erst bei völligem Einstecken des Schlüssels in die Freigabestellung gelangt. Die Vorderkante des Schlüssels ist der Bezugspunkt für die Codierung der Schliessung.
Die Darstellung im Wiki ist nur ein stark vereinfachtes Schema, welches die grundsätzliche Wirkungsweise zeigen soll.
Das in der Zeichnung zur Patentschrift gezeigte Schloss entspricht übrigens nahezu genau dem, was bei mir hier die Marke "Fredo" trägt. Das war offenbar die frühe "Urversion" der Guri Schlösser. Möglicherweise wurden die zu Anfang von der Firma Ringelhahn für einen anderen Anbieter gefertigt.
Die Darstellung im Wiki ist nur ein stark vereinfachtes Schema, welches die grundsätzliche Wirkungsweise zeigen soll.
Das in der Zeichnung zur Patentschrift gezeigte Schloss entspricht übrigens nahezu genau dem, was bei mir hier die Marke "Fredo" trägt. Das war offenbar die frühe "Urversion" der Guri Schlösser. Möglicherweise wurden die zu Anfang von der Firma Ringelhahn für einen anderen Anbieter gefertigt.