Hey
Hab grade das Video vom Youtube Kanal "Works By Design" gesehen wo er sein knacksicherste Schloss vorstellt. https://www.youtube.com/watch?v=-qUu8kIliy8
Im Video gibt er auch den Aufbau an wie er es gebaut hat.
Hat da wer schon eine Idee/Lösung für ?
Schönes Design!
Ich würde wahrscheinlich irgendwas mit Impression versuchen. Das Bowley Lock liess sich in der ersten Ausführung mit Aluminiumfolie selbst-impressionieren. Aber vielleicht funktioniert das hier nicht.
Das ist ein alter Trick aus dem 19. Jhd. , die Stifte oder andere Sperrelemente während der Abfrage von aussen unerreichbar zu machen. Ansatzweise geschieht das ja auch bei den sogenannten "curtain locks", bei diesen bleibt allerdings ein kleiner, eingeschränkter Zugang offen, so dass ein Picken weiterhin möglich ist. Eine Berliner Erfindung in dieser Richtung war das "Conti-Schloss", bei dem der hakenförmige Bart des Schlüssels komplett durch das Schloss hindurch gesteckt und dann durch eine um 90° versetzte Öffnung von der Rückseite wieder in das Schloss gezogen wurde, wobei er ein die Zuhaltungen verdeckendes Rohr umfassen musste (deshalb die Hakenform). Das Neue bei dem hier gezeigten Schloss ist, dass der Schlüssel geteilt wird, der Bart verschwidet während der Abfrage wirklich unzugänglich im Kern, es gibt während dieses Vorgangs keine nach aussen führende Öffnung, durch die man etwas manipulieren bzw. bindende Sifte lokalisieren könnte. Gegen Schlag- und Vibrationsangriffe gibt es auf der der Stiftreihe gegenüberliegenden Seite einen gefederten Stift, der, wenn die Zuhaltungsstifte aus dem Kern heraus beschleunigt werden, in den Kern hinein beschleunigt wird. Sollte tatsächlich eine Lücke an der Scherlinie entstehen, blockiert dieser Stift die Drehung des Kerns. Die ohne Verbindung des Schlüssel nach aussen erzeugbaren Kräfte zwischen Stift und Schlüssel dürften zur Erzeugung von Druckmarken bzw. zum Eindrücken einer Folie zu gering sein. Durch Vibration lassen sich allerdings evtl. Reibmarken erzeugen. Ob die zum erfolgreichen Impressionieren allerdings ausreichend sind, ist fraglich.
Hauptproblem in unserer auf Bequemlichkeit getrimmten Gesellschaft dürfte die umständliche Handhabung des geteilten Schlüssels sein, auch, vermute ich mal, besteht das Problem der Verlierbarkeit des Bartes, da die Haltekraft des kleinen Magneten beschränkt ist. Zusammen mit dem Schlüsselbund getragene Magnetkarten können hierduch auch unbrauchbar werden.
"Knacksicher" würde ich so verstehen, dass das Schloss aus entsprechend massivem Material hoher Festigkeit besteht, so dass es zerstörenden Angriffen so lange standhält, dass potenzielle Täter höchstwahrscheinlich aufgeben. Das hängt aber auch sehr von den Umgebungsbedingungen ab, wenn man beispielsweise ungehemmt Krach machen kann, ist auch ein stabiles Schloss recht schnell durchgeflext. Über den Pickwiderstand sagt "knacksicher" allerdings rein gar nix aus.
Wenn der Zylinder beim Drehen an falschen Stiften hängen bleibt, und man da Drehmoment von außen aufbringen kann, könnte eine Selbstimpression in weiches Material schon denkbar sein. Das funktioniert aber meist bei großen Höhenunterschieden nicht gut, besser bei flachen Bohrmuldenschlüsseln.
Da gab es früher irgendwie bessere Einfälle- z.B. das magic infallible Bank lock von Linus Yale. Die Verbindung zwischen Schlüssel und halm war da auch besser konstruiert
Wird nicht im Video auch am Ende erwähnt, dass jemand meint dass man es mittels Impressionierung überweinden kann?
Ich bin ja wahrlich kein Experte im Schlossdesign, aber müsste es nicht möglich sein ein mehrtouriges Schloss zu bauen bei dem vor der eigentlichen Abfrage der korrekten Höhe der Schieber diese in ihrer aktuellen Stellung fixiert werden, also nicht mehr bewegt werden können? Am besten ungefederte Schieber wie beim 3KS? Dann wäre ein picken definitiv nicht mehr möglich, da die Schieber schon vor dem Kontakt mit der Sidebar nicht mehr bewegt werden können. Ich dachte da z.B. an eine zusätzliche Sidebar, die in jede der möglichen Positionen im Schieber einrasten und diesen so blockieren würde. Und erst danach, wenn der Kern etwas weiter gedreht wird, kommt die eigentliche Sidebar zum Einsatz, die eben nur in einer bestimmten Höhe vollständig einrasten kann.